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ÖKO-TEST November 2015
vom

Grüne Geldanlageangebote

Moral oder Masche?

Theoretisch können umweltbewusste Sparer und Anleger jede Geldanlage und jedes Altersvorsorgeprodukt auch in einer ethisch-ökologischen Variante abschließen. Doch nicht alle Angebote halten, was Name oder Werbung versprechen.

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30.10.2015 | Keine Rüstungsgüter, keine Kinderarbeit, keine Gentechnik, keine Umweltsünden und keine Korruption - immer mehr Anleger wollen solche und ähnliche ethische, ökologische und soziale Kriterien (kurz ESG-Kriterien genannt) bei der Geldanlage berücksichtigt wissen. Kein Wunder daher, dass die grüne oder nachhaltige Geldanlage hierzulande mit großer Dynamik wächst. Allein 2014 nahmen die Investments im Vergleich zum Vorjahr um 59 Prozent auf 127 Milliarden Euro zu, wie der Marktbericht des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) belegt.

Haupttreiber dieser Entwicklung waren vor allem institutionelle Anleger, wie Stiftungen, Pensionskassen und Vermögensverwalter. Denn sie sind sehr an der Beachtung von ESG-Kriterien interessiert. Das zeigt auch eine aktuelle Umfrage von Union Investment unter 200 institutionellen Investoren, die zusammen ein Vermögen von fast drei Billionen Euro verwalten. Danach berücksichtigen mittlerweile rund 58 Prozent aller institutionellen Anleger ESG-Kriterien bei ihren Investmententscheidungen, Stiftungen und kirchlichen Investoren sogar zu 79 Prozent. Viele Profianleger begnügen sich allerdings damit, besonders Fragwürdiges im Portfolio auszuschließen, wie Streumunition, Pornografie oder die systematische Verletzung von Menschenrechten.

Andere wollen lediglich Megatrends wie den Klimawandel, demografische Veränderungen und die Globalisierung bei ihren Anlageentscheidungen abbilden. "Daneben werden ESG-Kriterien aber zunehmend als Risikofilter erkannt und genutzt. Denn bei nachhaltig geführten Unternehmen ist die Gefahr künftiger finanzieller Belastungen durch produktionsbedingte Umweltschäden oder -katastrophen, durch Reputationsrisiken, mögliche Konsumentenboykotte oder gar strafrechtliche Konsequenzen wegen unternehmerischem Fehlverhalten signifikant niedriger", erläutert Florian Sommer von Union Investment.

Privatanleger wollen vor allem die Gewähr haben, mit ihren Investments nicht in schmutzige Geschäfte verwickelt zu sein, unwissentlich Kriege oder Umweltzerstörung mitzufinanzieren. Bevorzugte Anlageform der Privaten sind bislang Investmentfonds. Rund 45,5 Milliarden Euro hatten sie nach Angaben des Sustainable Business Institut (SBI) bis Ende Juni 2015 in die rund 399 Fonds investiert. Doch auch die Einlagen bei grünen Banken wachsen seit Jahren im zweistelligen Bereich. Per Ende 2014 betrug das Volumen der Kundenanlagen bei den 13 Nachhaltigkeitsbanken in Deutschland rund 28,7 Milliarden Euro, darunter rund 6,3 Milliarden Eur

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