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Ratgeber: Problemzone Bauch

ÖKO-TEST Februar 2016
vom 29.01.2016

Problemzone Bauch

Ohne Fleiß kein Preis

Schnell und einfach zum flachen Bauch - das funktioniert so leider nicht. Wer sich aber gesund ernährt, regelmäßig bewegt und gezielt die Bauchmuskeln trainiert, kann durchaus optische und gesundheitliche Erfolge verbuchen.

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29.01.2016 | Der Bauch ist so ziemlich die unbeliebteste Stelle, an der sich überschüssige Pfunde ansammeln können. Anders als beispielsweise für das "Hüftgold" gibt es für den Bauchspeck kaum freundliche Bezeichnungen. Dafür ist er Ziel besonders vieler Heilsversprechen. So sollen teure Saunagürtel bei bis zu 60 Grad Celsius den Stoffwechsel in der Bauchregion anregen und das Fett zum Schmelzen bringen. Bauchmuskelgürtel wiederum senden schwache elektrische Impulse und stimulieren damit die Bauchmuskeln, was angeblich einen ähnlichen Effekt hat wie eine Übungseinheit Sit-ups.

All das ist Augenwischerei, meint Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln: "Es gibt nur zwei Wege, Fett zu verlieren: erstens weniger essen, zweitens mehr Kalorien verbrauchen. Und selbst dann lässt sich der Körper kaum vorschreiben, an welchen Stellen er abnimmt." Das ist vor allem genetisch programmiert: Bei Frauen vor der Menopause lagern sich überschüssige Pfunde hauptsächlich an Po und Hüften an, bei Frauen über 50 und bei Männern größtenteils am Bauch. "Wer den flach halten will, der muss dafür etwas tun", betont Froböse, "und zwar nicht nur kurz, sondern dauerhaft."

Ein wichtiger Faktor ist Bewegung und Sport. Allerdings bringt körperliche Aktivität allein nicht allzu viel. "Eine Stunde Laufen verbrennt circa 500 Kalorien. In einem Kilo Körperfett stecken aber 9.000 Kalorien." Bewegung ist dennoch hilfreich, weil sie die Muskelbildung fördert. Muskelzellen haben einen besonders hohen Energiebedarf. Denn in ihnen stecken die Mitochondrien - die Kraftwerke der Zellen. Sportler hätten davon ungefähr doppelt so viele wie Untrainierte, betont Froböse. "Deshalb haben sie auch im Ruhezustand einen deutlich höheren Energieumsatz. Und das ist das Einzige, was auf Dauer etwas bringt."

Um bleibendem Fett entgegenzuwirken, empfiehlt Dr. Daniel Gärtner, Fitnessexperte an der Technischen Universität München, eine Mischung aus Ausdauertraining wie Laufen, Radeln, Skaten oder auch Cardiotraining im Studio sowie Krafttraining und Work-outs für die Bauchmuskeln. "Schweizer Forscher haben aufgezeigt, dass nach einem intensiven Bauchwork-out der sogenannte Nachbrenneffekt für einen höheren Energieverbrauch an den betroffenen Stellen sorgt", erläutert Gärtner. So wird beispielsweise die Bauchregion nach intensiven Work-outs besser durchblutet und hat einen höheren Energieverbrauch, um das belastete Muskelgewebe zu regenerieren.

Diese Energie schöpft der Körper zwar überwiegend aus den insgesamt im Körper gespeicherten Kohlenhydraten und nicht exakt aus dem Bauchfett. Über lange Sicht jedoch wirke sich das Training positiv auf den Fettabbau in der Bauchregion aus, erklärt Daniel Gärtner. "Denn wo Muskelarbeit passiert, wird auch tief in den Zellen gearbeitet." Dafür braucht man jedoch Geduld, denn kurzfristige Erfolge sind im Training nur selten nachhaltig.

Vor Hungerkuren dagegen warnt Sportwissenschaftler Froböse ausdrücklich: "60 bis 70 Prozent des täglichen Kalori

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Seite 64 - 69 im ÖKO-TEST Februar 2016
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