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Kinderkarnevalskostüme

So haben wir getestet

Der Einkauf
Auch wenn es jedes Jahr neue Trends gibt: Die Kinder von heute verkleiden sich zu Fasching nicht nur gerne wie Figuren aus "Star Wars" oder "Harry Potter", sondern auch ganz klassisch als Prinzessin, Ritter oder Clown. Wir haben 15 Karnevalskostüme eingekauft. Darunter sind Modelle für Kinder unter drei Jahren sowie Produkte für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter.

Die Materialprüfung
Ein Labor prüfte für uns, wie schnell sich die Synthetikfasern entzünden und ob die Produkte mit entsprechenden Warnhinweisen versehen sind. Die beiden Kostüme für Unterdreijährige, das Incharacter Lil' Froggy Babykostüm und Christys Dress Up Itsy Bitsy Spider, testeten die Laborexperten zusätzlich darauf, ob zum Beispiel eine Erstickungs- oder Strangulierungsgefahr durch herausquellende Füllwatte, Schnüre oder andere Produktteile besteht.

Die Inhaltsstoffe
Karnevalskostüme aus dem Handel sind meist aus Polyester, selten aus Baumwolle genäht. Wir haben sie in den Laboren deshalb auf Schadstoffe wie Antimon untersuchen lassen, die für Synthetik typisch sind. Das giftige Halbmetall wird häufig als Katalysator bei der Produktion oder auch als Flammhemmer des leicht entzündbaren Polyesters eingesetzt. Alle Kostüme ließen wir auf problematische Farbbestandteile prüfen sowie auf optische Aufheller, die meist in den weißen Anteilen und Etiketten stecken. In Applikationen, Aufdrucken oder Accessoires aus Gummi oder Kunststoff stecken oft Weichmacher oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Baumwollanteile können mit Formaldehyd belastet sein.

Die Bewertung
Selbst wenn sie nur in der fünften Jahreszeit getragen werden: Mit ihren Kostümen kommen die Kinder mehrere Tage in Berührung. Das Wichtigste ist deshalb für uns, dass die Materialien frei von Schadstoffen sind. Für jeden Problemstoff ziehen wir Noten ab. Stecken umweltschädliche chlorierte Verbindungen in der Verpackung oder fehlen Warnhinweise, verbuchen wir das unter den Weiteren Mängeln.

So haben wir getestet

Leicht entflammbar: In Polyesterkostüme gehört ein Warnhinweis.

Babytees

So haben wir getestet

Der Einkauf
Viele Babytees unterscheiden sich nicht unbedingt von anderen Fenchel-Tee-Mischungen. Oft machen allein der Produktname, die Altersempfehlung oder das Layout aus einem Fencheltee einen Babyfencheltee. Die 15 von uns eingekauften Tees sind zum Großteil aus ökologischem Anbau. Für die schnelle Zubereitung unterwegs greifen Eltern auch zu Instanttees, weshalb wir auch davon drei Produkte berücksichtigen.

Die Inhaltsstoffe
Die Instanttees in unserem Test beinhalten nicht die Samen von Fenchel und Co., sondern deren Extrakte. Pestizidrückstände oder Keime sind also nicht zu erwarten. Deshalb haben wir, anders als bei den restlichen Produkten, die vier Instanttees darauf nicht untersuchen lassen. Die Analyse auf Mineralölbestandteile ist wiederum nur bei diesen sinnvoll, da das Pulver im Wasser aufgelöst wird. Aus Teebeuteln gehen Mineralölkohlenwasserstoffe nicht in den Aufguss über. Alle Babytees hat das Labor auf giftige Pyrrolizidinalkaloide (PA) sowie Methyleugenol und Estragol, die potenziell krebserregend und genotoxisch sind, untersucht.

Die Weiteren Mängel
Wer auf der Verpackung angibt, dass der Tee für Säuglinge geeignet ist, oder durch den Namen suggeriert, der Tee sei speziell für Babys gemacht, sollte auch entsprechende Warnhinweise aufdrucken, zum Beispiel, dass Dauernuckeln zu Zahnschäden führen kann oder dass der Tee nicht nachgesüßt werden sollte. Auch sollte der Tee nicht schon ab der zweiten Lebenswoche oder früher empfohlen werden.

Die Bewertung
Was kann an Fencheltee schon schlecht sein? Leider doch einiges. Ein stark erhöhter Wert an PA zum Beispiel, erhöhte Mineralölgehalte oder eine unnötige Süßung. Besonders ärgerlich ist es, wenn das Labor Pestizide in Bio-Tees findet, darunter sogar das als besonders bedenklich eingestufte Glyphosat. "Gut” kann ein solcher Tee jedenfalls nicht mehr sein.

So haben wir getestet

Auch im Bio-Anbau wird gespritzt. Allerdings keine synthetischen Pestizide. Trotzdem finden wir immer wieder Rückstände in den Tees, auch von so umstrittenen Stoffen wie Glyphosat.

Mineralwasser, still, Säuglingsnahrung

So haben wir getestet

Der Einkauf
21 kohlensäurefreie Mineralwässer speziell geeignet zur Zubereitung von Säuglingsnahrung haben wir quer durch die Republik eingekauft. Gezahlt haben wir von 13 Cent pro Liter für das Discountwasser bis 1,29 Euro für den Liter Wasser des Sozialprojekts Viva con Agua, mit dem die Trinkwasserversorgung in Entwicklungsländern verbessert werden soll.

Die Inhaltsstoffe
Die Grenzwerte für Mineralwässer, die zur Zubereitung von Babynahrung geeignet sind - insbesondere mit Blick auf die Keimbelastung -, sind strenger als die Regeln für "normales" Mineralwasser. Entsprechend genau haben wir hingesehen. Wasser neigt dazu, Stoffe aus seiner Umgebung zu lösen - etwa aus dem Gestein, das es durchfließt. Mineralien machen das Wasser besonders. Andere Stoffe, wie Schwermetalle, Radionuklide oder Pestizide und deren Abbauprodukte - sind dagegen unerwünscht und zum Teil gesundheitsschädlich.

Die Weiteren Mängel
Die meisten verkauften Flaschen werden nur einmal verwendet; die Mehrwegquote sinkt seit Jahren. Auch die Transportwege, meist per Lastwagen, sind lang. Also haben wir genau geschaut, worin die Wässer angeboten werden. In den verwendeten Verpackungen sollten dann natürlich auch keine bedenklichen Materialien stecken. Schließlich haben wir kontrolliert, ob die angegebenen Mineralienwerte mit den im Labor getesteten übereinstimmen.

Die Bewertung
Was ist "natürliche Reinheit"? Wir nehmen die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung beim Wort und wollen, dass rein auch rein heißt. Daher orientieren wir uns im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes an den strengsten bestehenden Regelungen. Gerade bei der Strahlenbelastung sind wir sehr streng - schließlich geht es um Säuglingsnahrung.

So haben wir getestet

Einwegflaschen belasten die Umwelt stärker als Mehrweg. Daher werten wir sie deutlich ab.

Stilltees

So haben wir getestet

Der Einkauf
Anlaufstellen für Stilltees sind vor allem Apotheken und Drogeriemärkte; die meisten der ausgewählten Stilltees waren dort erhältlich, andere haben wir online bestellt. Da gerade Mütter ein hohes Gesundheitsempfinden haben, greifen sie vermehrt zu Bio-Produkten. So sind auch fast alle Produkte im Test aus ökologischem Anbau. Die beiden konventionellen Tees enthalten den Tee lose verpackt. Alle anderen sind in Teebeuteln vorportioniert.

Die Inhaltsstoffe
Kräutertees können erheblich mit sogenannten Pyrrolizidinalkaloiden belastet sein. Diese gelten als leberschädigend und krebserregend. Da sie plazentagängig sind und in die Muttermilch übergehen können, ist eine mögliche Belastung in Tees, die für stillende Mütter empfohlen werden, besonders alarmierend. Daneben haben wir die Tees natürlich auch auf Pestizide und Nitrat untersuchen lassen.

Weitere Mängel
Wichtig ist, was drin ist. Stimmt, aber eben auch, was draufsteht. Deshalb haben wir die Stilltees auch danach bewertet, ob alle wichtigen Angaben zur Zubereitung auf der Packung zu finden sind. Als weiteren Mangel werten wir auch, wenn die Tüten, die die einzelnen Teebeutel einschließen, umweltbelastende PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen enthalten.

Die Bewertung
Schon allein wegen ihrer stark erhöhten Pyrrolizidingehalte erhalten zwei Tees die Note "mangelhaft". Alle beide überschreiten den vom BfR empfohlenen Tagestoleranzwert, wenn man davon ausgeht, dass mindestens vier Tassen Tee am Tag getrunken werden. Kommen dann noch erhöhte Pestizidwerte hinzu, wie bei H&S Bio Stilltee für Mütter und Medesign Stilltee, lautet das Gesamturteil "ungenügend".

So haben wir getestet

Das bei uns heimische Jakobskreuzkraut ist eine der Pflanzen, die die Pyrrolizidinalkaloide zum Schutz vor Fressfeinden
produzieren.

Babynahrung, Gläschenkost Gemüsebreie

So haben wir getestet

Der Einkauf

Wir haben insgesamt 18 reine Gemüsebreie eingekauft. Dabei haben wir sowohl Mischbreie als auch sortenreine gekauft. Neben den Bestsellern Hipp, Alete und Co. haben wir auch weniger bekannte Marken wie Sun Baby oder Drogeriemarken in unseren Warenkorb gelegt.

Die Inhaltsstoffe

Bei Karotten im Brei spielt immer krebserregendes Benzol eine Rolle. Mit Cadmium, Chlorat, Perchlorat und Pestiziden, außerdem Nitrat und Nitrit haben wir in der Vergangenheit weitere bedenkliche, darunter sogar giftige Stoffe in Säuglingsnahrung entdeckt. Über die Hygiene bei Produktion, Transport und Lagerung gibt die Gesamtkeimzahl Aufschluss. Wir haben Speziallabore beauftragt, nach all diesen Parametern in den Breien zu suchen. Anhand der Deklaration haben wir errechnet, wie viel Gemüse im Brei steckt.

Die Weiteren Mängel

Wir wünschen uns umfängliche, klar verständliche Informationen zum Inhalt. Darum haben wir nachgeschaut, was die Anbieter auf ihre Etiketten drucken. Außerdem hat ein Labor die Deckeldichtungen auf PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen hin untersucht.

Die Bewertung

Abzüge gibt es für Benzol und einen geringen Gemüseanteil. Ebenfalls ins Gewicht fallen die Weiteren Mängel, hier vor allem die falschen Gesundheitsversprechen.

So haben wir getestet

Konservierunsstoffe sind in Babygläschen verboten. Damit sollte der Hersteller nicht werben.