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Ratgeber: Vegane Mode im Netz

Spezial Vegetarisch / Vegan
vom 01.09.2016

Vegane Mode im Netz

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Baumwolle, Fleece, Mikrofaser und Kunstleder, aber auch Hanf, Kork und Algen: Textildesigner experimentieren mit pflanzlichen Stoffen und synthetischen Fasern. Ob Kleider, Taschen und Schuhe - immer mehr Labels bieten vegane Kleidung über Onlineshops an.

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01.09.2016 | Vegane Mode ist im Trend. Zwar macht sie noch immer einen verschwindend kleinen Teil der gesamten Textilproduktion aus. Aber die Zahl der veganen Labels, Läden und Onlineshops ist in den vergangenen fünf Jahren deutlich gewachsen. Verzichtet wird auf alle tierischen Produkte, also zum Beispiel auf Leder, Wolle, Seide sowie auf Knöpfe aus Perlmutt und Horn. Nicht automatisch ist vegan deshalb auch ökologisch: Jedes Polyestershirt darf sich vegan nennen, wenn tierische Fasern fehlen. Manche vegane Alternativen sind sogar ziemlich bedenklich. In einem aktuellen ÖKO-TEST von Kunstlederhandtaschen bewerteten wir mehr als die Hälfte der Modelle mit "ungenügend", drei weitere Exemplare mit "mangelhaft" (4/2016).

Junge Labels, die Wert auf nachhaltige vegane Mode setzen, experimentieren darum oft mit neuen Materialien wie Hanf, Kork, Algen oder Gummi. Auch innovative Fasern aus Naturstoffen kommen zum Einsatz, zum Beispiel das aus Eukalyptusholz hergestellte Lyocell. "Es gibt nicht die eine Faser oder die eine Technik, die alle Probleme löst", so Friederike von Wedel-Parlow, Professorin für Nachhaltigkeit in der Mode an der Berliner Esmod, einer internationalen Kunsthochschule für Mode. Manche vegane Labels setzen auf Re- und Upcycling. "Eine begrüßenswerte Strategie", findet von Wedel-Parlow. Das Material einer PET-Flasche werde zwar nicht besser, indem man es wiederverwertet, verweile aber immerhin länger im Konsumzyklus. Das Gleiche gilt für den Verbrauch von Überschussmaterial aus größeren Textilproduktionen, dem häufig praktizierten "Upcyceln".

Friederike von Wedel-Parlow prophezeit: Der Markt für vegane Mode wird weiter wachsen - und dennoch ein Unterthema innerhalb nachhaltiger Mode bleiben. Denn zugleich vegan, sozial und ökologisch zu produzieren, ästhetisch sowie qualitativ zu überzeugen und wirtschaftlich Erfolg zu haben, bleibt eine Herausforderung.

Henties

Minimalistisch, nordisch, schön: Die Korktaschen des Lüneburger Newcomerlabels Henties überzeugen mit puristischem Design. Der robuste Kork, der beim Schälen von Korkeichen gewonnen wird, kommt als Meterware aus Portugal in die Heide. Modedesignerin Rike Henties verarbeitet das wasserfeste, leichte und weiche Material zu Rucksäcken und Taschen, groß genug, um einen DIN-A4-Ordner oder einen Laptop zu transportieren. Teils werden die Taschen per Seil, teils mit Karabinern geschlossen. Noch verarbeitet Henties auch Kunstleder, plant aber, auf Baumwolle umzusteigen. Preise zwischen 90 und 230 Euro, Versandkosten 5,99 Euro. www.henti.es

Bleed

T-Shirts aus Bio-Baumwolle, Funktionsjacken aus recycelten Sympatexstoffen, aber auch Blusen aus Tencel und Jacken und Gürtel aus Kork: Das grüne Label Bleed produziert junge Mode, verzichtet konsequent auf Leder und Seide, auf Wolle und auf Knöpfe aus Horn oder Perlmutt. Fünf Euro pro verkauftem Exemplar fließen in die Arbeit der Tierschutzorganisation PETA. Ein Baumwollstrickpullover für Damen kostet 79,90 Euro, ein Hoody für Herren ab 69,

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