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Ratgeber: Betten und Ausstattung

ÖKO-TEST September 2016
vom 25.08.2016

Betten und Ausstattung

Da legst di nieder

Auch Betten sind der Mode unterworfen. So liegen zurzeit üppige Polsterbetten im Trend. Entscheidend sind aber die inneren Werte. Und die kann man nur durch Probeliegen ergründen.

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25.08.2016 | Das Schlafzimmer ist das neue Wohnzimmer: Das verkündeten zumindest Trendbeobachter auf der diesjährigen Internationalen Möbelmesse IMM Cologne. Wie jetzt? Soll man etwa Cocktails auf dem Nachtschränkchen servieren und sich zum Plaudern mit Freunden und Nachbarn auf dem Bett lümmeln? Das geht ein bisschen weit, findet auch Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Aber dass dem Ruheraum und nicht zuletzt dem Bett mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, das stimme schon. Zumal der Schlafraum nicht nur für die Nachtruhe oder traute Zweisamkeit genutzt werde, sondern auch zum Lesen, Fernsehen, Musikhören und allgemein zum "Chillen". Seit ein paar Jahren beobachtet die Möbelbranche, dass ein neuer, individuellerer Stil in die Schlafzimmer einzieht. Möbelgarnituren sind passé. "Man will weg vom Altdeutsch-Piefigen", beschreibt Ursula Geismann. Angenehm, entspannt und gemütlich soll es im Schlafzimmer sein.

Um hier gut abschalten zu können, sollte der Raum nicht überfrachtet werden; weder mit Möbeln noch mit Schnickschnack. Vor allem gehört hier nichts hin, was mit Arbeit zu tun hat - kein PC, kein Bügelbrett. Wer eine kleine Wohnung mit wenig Stauraum hat, wird sich an diesen guten Rat der Einrichtungsexperten leider nicht immer halten können.

Im Mittelpunkt des Schlafzimmers steht natürlich das Bett. Die meisten platzieren ihre Schlafstatt mit dem Kopfteil zur Wand - das befriedigt das Sicherheitsbedürfnis des Menschen. Der neue Trend ist allerdings, das Bett frei im Raum aufzustellen. "Diesen Stil pflegen vor allem Besitzer von Neubauten mit entsprechend viel Platz", weiß Geismann. Schick sieht das Bett im Mittelpunkt natürlich nur aus, wenn es auch von hinten schön ist. Deshalb stehen jetzt die Bettrücken im Fokus. Eine Zierde sollen sie sein, aber auch funktionelle Zwecke erfüllen, vor allem als Rückenstütze beim Lesen, Fernsehen oder beim Frühstück im Bett. Manche Modelle haben aber auch integrierte Lichtsysteme oder das Rückenteil geht nahtlos in ein Nachttischchen über.

Immer häufiger findet man gebogene Betthäupter, die beim Anlehnen etwas nachgeben. Meist werden dazu Sperrhölzer wie Multiplex verwendet. Da bei diesen Werkstoffen der Leimanteil vergleichsweise hoch ist, sollte man darauf achten, dass nur formaldehydfreier Weißleim verwendet wurde. Kopfteile gibt es aber nicht nur aus Holz oder mit Stoffbezug, sondern auch aus Leder, Flechtmaterial oder Filz. Oft kann man bei einem Grundgestell unter verschiedenen Betthäuptern wählen. Für alle gilt: Vor dem Kauf prüfen, ob die Verbindung wirklich belastbar ist.

Auch wer keinen Platz für ein frei stehendes Bett hat, sollte darauf achten, dass zum bequemen Ein- und Ausstieg auf jeder Seite der Schlafstatt möglichst 80 Zentimeter Platz vorhanden sind. Und natürlich muss das Bett selbst groß genug sein. Als Faustregel für die Länge gilt: Körpergröße plus 20 bis 30 Zentimeter. Standardbetten sind 200 Zentimeter lang. Ein Einzelbett sollte mindestens 100 Zentimeter breit sei

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