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Ratgeber: Heimisches Superfood

ÖKO-TEST Mai 2017
vom 27.04.2017

Heimisches Superfood

Warum in die Ferne schweifen ...

... sieh, das Gute liegt so nah. Statt Chia- lieber Leinsamen, statt Goji- besser Heidelbeeren: Viele heimische Lebensmittel strotzen nur so vor Vitaminen und Mineralstoffen. Und haben außerdem keine langen Transportwege hinter sich.

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27.04.2017 | Exotische Superfoods liegen im Trend - an den mystisch klingenden Samen, Beeren, Nüssen oder sonstigen heilversprechenden Pflanzenteilen kommt kaum jemand vorbei, egal ob er im Discounter einkauft oder eher im Bio-Supermarkt. Die Exoten liegen in einem regelrechten Wettstreit um Nährstoffreichtum, angebliche Heilwirkung und gesundheitliche Vorteile.

Skeptiker sehen in den Superfoods statt Wundermitteln jedoch eher überteuerte Marketingversprechen - darunter Mediziner und Ernährungswissenschaftler. "Diesen Produkten wird eine besonders hohe gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen. Häufig werden sie jedoch einfach zu höheren Preisen verkauft als vergleichbare herkömmliche Lebensmittel", sagt Prof. Hans Hauner, Direktor des Instituts für Ernährungsmedizin am Klinikum rechts der Isar der TU München. "Bei den sogenannten Superfoods fehlen wissenschaftliche Studien meistens völlig oder sie sind wegen methodischer Mängel wertlos", kritisiert der Ernährungsexperte.

Ein weiteres Argument gegen Matchatee, Hanfsamen oder Acaibeeren: Hierzulande gibt es zahlreiche gesunde und leckere Lebensmittel, die es mit den Exoten geschmacklich sowie in Sachen Vitaminen und Mineralstoffen locker aufnehmen können. Das ist ein wenig in Vergessenheit geraten - oder es fehlt schlichtweg die spannende Vermarktung ihres Nährstoffreichtums. Doch heimisches Superfood kann noch mehr. Zum einen garantiert die regionale Nähe Frische und Verfügbarkeit, zum anderen wird der Geldbeutel geschont. Wir stellen ein paar altbekannte kulinarische Genüsse vor.



Kornelkirsche

Die länglichen, tiefroten Früchte der Hartriegel-Art haben mit Süß- oder Sauerkirschen verwandtschaftlich gesehen nichts am Hut - die Benennung erfolgte rein nach der optischen Ähnlichkeit. Nur wenige wissen heutzutage noch, wie lecker Kornelkirschen schmecken, insbesondere in der Kombination mit Äpfeln oder Birnen, denn das mildert die Säure. Wer die nährstoffreichen Früchte selbst ernten will, begibt sich am besten schon Anfang März auf die Suche nach den Bäumen: Dann nämlich erkennt man sie gut an ihren frühen kleinen gelben Blüten. Städter haben hier einen klaren Vorteil: Die Pflanzen finden sich oft als Straßenbäume oder in Parks. Kornelkirschen sind zwischen Ende August und Ende September reif und lassen sich gut zu Saft oder Gelee verarbeiten.

Bewertung: Ähnlich wie Weintrauben erlangen die Früchte erst in der Vollreife den höchsten Zuckergehalt von etwa 15 Prozent. Kornelkirschen haben einen hohen Gehalt an Vitamin C, bis zu 130 mg pro 100 g. Zudem sind weitere Vitamine (A, B), Anthocyane, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Pektin sowie die Mineralstoffe Kalium, Eisen, Calcium und Magnesium enthalten.

Sanddorn

Die orangen Sanddornbeeren sind neben schwarzen Johannisbeeren und Hagebutten die heimischen Früchte mit dem höchsten Gehalt an Vitamin C. Die üppig wachsenden Büsche mit den schmalen silbrigen Blättern und den leuchtenden Früchten bevorzugen kalkhaltige Sand- und Kiesböden in sonnigen Lag

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