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Zusatzversicherungen, Krankenhaus

Die Bewertung der Leistungen erfolgt über Punkte. Für einen Anspruch auf Einbettzimmer, privatärztliche Leistung, Leistung für Belegärzte, Leistung über dem Höchstsatz der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) sowie eine Leistungserstattung von medizinisch notwendige stationärer psychotherapeutische Heilbehandlung über die GKV-Leistungen hinaus gab es jeweils zehn Punkte. Bei Einschränkungen, etwa Befristung, wurden fünf Punkte vergeben. Leistungen für Belegärzte wurden nur bepunktet, wenn eine explizite Nennung in den Bedingungen erfolgt, da nach Aussage des PKV-Verbandes ist eine belegärztliche Leistung keine Wahlleistung ist. Wird die Anschlussheilbehandlung generell und werden die Kosten für Ärzte im Ausland in vollem Umfang wie in Deutschland übernommen gab es jeweils fünf Punkte. Eingeschränkte Leistungen erhielten 2,5 Punkte. Bei einer Unterbringung in einem Krankenhaus, dass als gemischten Anstalt, bezeichnet wird, weil dort auch Reha- und Kurzbehandlungen möglich sind, wurde die Leistungen "Notfalleinweisung", "einziges Versorgungskrankenhaus", "akute Erkrankung", "ausschließlich medizinisch notwendige Heilbehandlungen" sowie "medizinisch notwendige Anschlussheilbehandlung" mit jeweils bis zu einem Punkt bewertet. Eingeschränkte Leistungen erhielten jeweils 0,5 Punkte. Zur Ermittlung der Punktezahl für das Ersatzkrankenhaustagegeld bei Verzicht auf Wahlleistungen wurde die Differenz zwischen höchster und niedrigster Leistung in drei gleich große Klassen geteilt und bis zu drei Punkte vergeben. Wird der gesetzliche Eigenanteil von zehn Euro für mindestens 28 Tage vom privaten Tarif übernommen und gibt es keine Selbstbeteiligung durch den privaten Zusatzversicherer, gab es einen Punkt. Wird auf eine Anmeldung der Krankenhausbehandlung verzichtet, gab es einen Punkt.

Anforderungen an die Tarife: Erhoben wurden private Krankenhauszusatzversicherungen ohne Bindung an eine gesetzliche Krankenkasse für pflichtversicherte Männer und Frauen. Die Versicherten waren am 1.5.1986 / 1976 / 1966 geboren, hatten somit ein Eintrittsalter von 30, 40 und 50 Jahren. Der Musterkunde ist Angestellter und Ingenieur. Der Tarif musste mindestens für die Unterkunft die Wahlleistung Zweibettzimmer und für die ärztliche Wahlleistung die Höchstsatzbehandlung der Gebührenordnung für Ärzte mit dem 3,5-fachen Satz vorsehen. Der Versicherungsbeginn ist der 1.10.2016

Alle Tarife und Preise wurden der Datenbank des Freiburger Analysehauses www.KVpro.de entnommen den Anbietern zur Verifizierung zurückgespielt. Die Bewertung der Daten erfolgte durch ÖKO-TEST.

Haftpflichtversicherungen, Hundehalter

Testmethode: Tarife mit dem gleichen Leistungsrang sind nach Gesamtpunktzahl Leistungen und nach Preis für einen Hund aufgeführt. Für die Ermittlung des Leistungsranges wurde die Differenz zwischen höchstmöglicher und niedrigster erreichter Gesamtpunktzahl in drei gleichgroße Klassen geteilt. Die Mitversicherung von Tierhütern wurde mit bis zu 5 Punkten bewertet. Die Auslandsdeckung Europa und weltweit wurde jeweils mit 2 Punkten bewertet, wenn sie unbegrenzt gilt. Ab einer Frist von einem Jahr gab es einen Punkt. Liegt der Umfang der Forderungsfalldeckung bei mindestens 95 Prozent der von uns geforderten Mindestdeckungssumme von 10 Millionen Euro, wurden 3 Punkte vergeben; sind auch Vorsatztaten mitversichert wurden weitere 2 Punkte vergeben; bei einer Einschränkung hinsichtlich Vermögensschäden nur noch ein Punkt. Für die Absicherung von Mietsachschäden wurde ab einem Schutz von 300.000 Euro zwei Punkte vergeben und über 100.000 Euro ein Punkt. Die Mitversicherung von ungewollten oder gewollten Deckakten wurde jeweils mit einem Punkt bewertet. Bei Vermögensschäden gab es ab einem Schutz von einer Million Euro drei Punkte; ab 300.000 Euro zwei Punkte und ab 50.000 Euro einen Punkt. Für die Mitversicherung von Halterpflichten wurden 5 Punkte vergeben. Bei einer Einschränkung auf die Beachtung der Einhaltung von behördlichen Vorschriften und Genehmigungen sowie bei Vermögensschäden wurden noch drei Punkte vergeben. Sind Welpen mindestens 12 Monate mitversichert, wurde ein Punkt vergeben. Die Mitversicherung von Turnierteilnahmen wurde mit einem Punkt bewertet. Als Einschränkung ohne Punkte wurde der Ausschluss von Ansprüchen anderer Turnierteilnehmer eingestuft. Anforderungen an die Tarife: Als Basisprämie wurde der jährlich Bruttobeitrag bei jährlicher Zahlung ohne besondere Rabatte für einen Einjahresvertrag erhoben. Untersucht wurden selbstständige Tierhalter-Haftpflichtversicherungen, die keinen Hauptvertrag zur privaten Haftpflicht voraussetzen, einen Versicherungsschutz von mindestens zehn Millionen Euro bieten und bis zu dieser Höhe für Tierhüter sowie bei Verstoß gegen Halterpflichten leisten. Als Versicherungsbeginn wurde der 1. Oktober 2016 festgelegt; der Versicherungsnehmer ist am 1.1.1986 geboren. Die Police gilt für einen Schäferhund. Es gibt keine Vorversicherung. Berücksichtigt wurden Tarife bis zu einer allgemeinen Selbstbeteiligung von 500 Euro. Die Daten wurden aus der Datenbank des Analysehauses Innosystems Inning am Ammersee (www.innosystems.de) Ende Juni 2016 erhoben und den Unternehmen zu einer Plausibilitätsprüfung bis Anfang Juli 2016 zurückgespielt. Das Ranking und die abschließende Bewertung wurden von ÖKO-TEST vorgenommen.

Alternativen zu Berufsunfähigkeitsversicherungen

Grundfähigkeits-, Schwere-Krankheiten-, Multi-Risk-Versicherungen: Für die Ermittlung der Gesamtleistung haben wir insgesamt 38 Leistungsmerkmale bewertet. Zugrunde gelegt haben wir eine Rentenzahlung von sieben Jahren (sie entspricht der durchschnittlichen Rentenleistung bei Erwerbsminderung in der gesetzlichen Rentenversicherung). Die höchste Rentenleistung betrug also 126.000 Euro, die wir auch den Berechnungen zugrunde gelegt haben, wenn ein Tarif lebenslang leistet. Bewertet wurde nur, wenn der Leistungsauslöser direkt und uneingeschränkt gilt. Nicht bewertet wurden Ausschlüsse bei Krebs, Wartezeiten und Sofortleistungen, soweit sie nicht bei Bewertung der Leistungsauslösung berücksichtigt wurden. Soweit eine Leistung Erwerbsminderung voraussetzt, wurde diese nur mit 25 Prozent berücksichtigt; bei der Punktebewertung floss die Leistung mit der niedrigsten Leistung eines Versicherers ein. Gilt die Beitragsbefreiung bei Rentenleistung nicht für Krebs, wurde nur mit 50 Prozent bewertet; gilt sie nur für den betroffenen Leistungsbereich wurde mit 25 Prozent bewertet. Bei der Analyse des Verlustes von Grundfähigkeiten wurden die Leistungspunkte in Prozentwerte umgerechnet. Mussten mehrere Grundfähigkeiten für die Leistung erfüllt sein, wurde dies anteilsmäßig berücksichtigt. Mussten etwas drei Grundfähigkeiten erfüllt werden, wurde die einzelne Grundfähigkeit mit 33 Prozent in die Bewertung aufgenommen. Die einzelnen Leistungsauslöser und Leistungsmerkmale wurden wie folgt bewertet: Prognosezeit in Monaten: bis sechs Monate 100 %, bis 12 Monate 50 %, höhere Prognosezeiträume mit 0 %; rückwirkende Zahlung ab Erkrankung oder Invalidität: keine Einschränkung 100 %, 36 Monate 50 %, 24 Monate 25 %, zwölf Monate12,5 %, sechs Monate 0 %. Erhöhung der Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung - Zahl der Ereignisse (ZdE): Grundlage 100 % für 18 ZDE; bei Pflegebedürftigkeit bis Verlust von drei alltäglichen Fähigkeiten, 50%iger Invalidität oder Pflegestufe I 100 %; Mit 100 % wurde bewertet, wenn ein schwerer Unfall ab 50 % Invalidität die Rente auslöst. Bis zu 100 % wurden nachfolgende schwere Erkrankungen oder Fähigkeitsverluste bewertet, wenn sie die Rente auslösen: Entzug der Fahrerlaubnis aus gesundheitlichen Gründen; beugen; erheben; sitzen; Knien und Bücken; stehen; nicht gehen können; Treppen hinauf- bzw. heruntergehen; Arme bewegen; Heben und Tragen; Funktion der Hände; geistige Leistungsfähigkeit (Demenz); Gleichgewichtssinn; Orientierung; hören; sprechen; sehen; reine seelische Erkrankungen, z.B. mittelgradige depressive Episode ohne stetigen Orientierungsverlust; vollständige Lähmung eines Beins oder eines Arms oder einer Körperhälfte durch Gehirn oder zentrales Nervensystem; psychische Störungen, Geisteskrankheit, die zu einer dauerhaften Orientierungslosigkeit oder Dauerbetreuung oder Unterbringung in geschlossener Einrichtung führen; Schlaganfall; Herzinfarkt; Querschnittslähmung; Koma; Niere; Lunge; Leber; multiple Sklerose; Krebs Schweregrad oder Stadium IV; Krebs Schweregrad oder Stadium III; Krebs Schweregrad oder Stadium II sowie Krebs Schweregrad oder Stadium I.
Anforderungen an die Tarife: Ausgewählt zum Test wurden Tarife der Grundfähigkeits-, Schwere-Krankheiten-, Multi-Risk-Versicherung für einen Tischler mit handwerklicher Ausbildung, der als Angestellter arbeitet und 30 Jahre alt (geb. 1.1.1986), ledig und Nichtraucher ist und zu 100 Prozent körperlich arbeitet, somit keine kaufmännische Tätigkeit ausübt und keine Personalverantwortung trägt. Sein Bruttogehalt beträgt derzeit 40.000 Euro jährlich. Abgesichert werden soll eine monatliche Rente von 1.500 Euro. Der Beitrag soll monatlich gezahlt werden. Versicherung und Beitragszahlung sollte bis zum 65. Lebensjahr (35 Jahre) laufen. Der Versicherungsbeginn ist der 1.8.2016. Eine Beitragsdynamik ist nicht gewünscht. Überschüsse sollten mit dem Beitrag verrechnet werden. Die Tarife und Prämien wurden von der Ratingagentur Franke & Bornberg, Hannover im Mai 2016 am Markt erhoben und den Unternehmen zu einer Plausibilitätsprüfung zurückgespielt. Die Bewertung der Tarife erfolgte durch ÖKO-TEST.

Erwerbsunfähigkeitsversicherungen: Die Bewertung der Leistungen erfolgt über Punkte. Jeweils drei Punkte gab es für: a) "erhöhte" Zahl (ab 15) von Anlässen zur Erhöhung der Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung; b) maximale Anpassung der Versicherungssumme ohne Gesundheitsprüfung im Musterfall "erhöht" (18.000 Euro). Jeweils zwei Punkte gab es für: a) Beitragsbefreiung im Schadenfall, b) Prognosezeitraum sechs Monate; c) Erwerbsunfähigkeit durch Pflegebedürftigkeit; d) unbefristete rückwirkende Zahlung bei verspäteter Meldung; e) "mäßige" Zahl (zehn bis 14) von Anlässen zur Erhöhung der Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung; f) Möglichkeit der Erhöhung der Versicherungssumme ohne Gesundheitsprüfung und ohne Anlass (alle fünf Jahre); g) maximale Anpassung der Versicherungssumme ohne Gesundheitsprüfung im Musterfall "mäßig" (12.000 Euro). Jeweils einen Punkt gab es für: a) Prognosezeitraum zwölf Monate; b) rückwirkende Zahlung bei verspäteter Meldung bis zu drei Jahren ("erhöht"); c) "niedrige" Zahl (unter zehn) von Anlässen zur Erhöhung der Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung; d) Möglichkeit der Erhöhung der Versicherungssumme ohne Gesundheitsprüfung und ohne Anlass "eingeschränkt" (nicht alle fünf Jahre); e) maximale Anpassung der Versicherungssumme ohne Gesundheitsprüfung im Musterfall "niedrig" (unter 12.000 Euro); f) Erwerbsunfähigkeit durch Pflegebedürftigkeit "eingeschränkt" (bei vier von sechs alltäglichen Verrichtungen ist Hilfe notwendig). Um zwei Noten abgewertet wurde eine Rente, die stark sinkt, je älter der Versicherungsnehmer im Versicherungsfall ist, hier Existenz-Rente Tarif BEA16 der Credit Life. Um eine Note aufgewertet wurde ein Tarif, der eine halbe Rente und Beitragsbefreiung bereits leistet, wenn noch drei bis sechs Stunden Arbeit täglich möglich sind, hier Tarif RLV N2801 EUZ BAZ2015 der Nürnberger.
Anforderungen an die Tarife: Ausgewählt zum Test wurden Tarife der Erwerbsunfähigkeitszusatzversicherung (EUZ) und Tarife der Selbstständige Erwerbsunfähigkeitsversicherung (SEU) für einen Tischler mit handwerklicher Ausbildung, der als Angestellter arbeitet und 30 Jahre alt (geb. 1.1.1986), ledig und Nichtraucher ist und zu 100 Prozent körperlich arbeitet, somit keine kaufmännische Tätigkeit ausübt und keine Personalverantwortung trägt. Sein Bruttogehalt beträgt derzeit 40.000 Euro jährlich. Abgesichert werden soll eine monatliche Rente von 1.500 Euro. Der Beitrag soll monatlich gezahlt werden. Versicherung und Beitragszahlung sollte bis zum 65. Lebensjahr (35 Jahre) laufen. Der Versicherungsbeginn ist der 1.8.2016. Eine Beitragsdynamik ist nicht gewünscht. Überschüsse sollten mit dem Beitrag verrechnet werden. Bei der Kombination mit einer Risikolebensversicherung soll die Mindestversicherungssumme für den Todesfall abgesichert werden. Die Tarife und Prämien wurden von der Ratingagentur Franke & Bornberg, Hannover am Markt erhoben im Mai 2016 erhoben und den Unternehmen zu einer Plausibilitätsprüfung zurückgespielt. Die Bewertung der Tarife erfolgte durch ÖKO-TEST. Die Tarife und Prämien wurden von der Ratingagentur Franke & Bornberg, Hannover im Mai 2016 am Markt erhoben und den Unternehmen zu einer Plausibilitätsprüfung zurückgespielt. Die Bewertung der Tarife erfolgte durch ÖKO-TEST.

Computergestützte Geldanlage (Robo Advisor)

Untersucht wurden Robo-Advisor, die Anlegern eine computergestützte, automatisierte Geldanlage via Internet anbieten oder entsprechende Fondsportfolien bzw. Fonds online vermitteln. Die Geldanlage kann per Einmalbetrag oder in Form eines Sparplans erfolgen. Für den Test wurden im März und April auf Basis eines 40- bis 45jährigen Musterkunden unter Bekanntgabe aller persönlichen Daten Angebote für eine solche Geldanlage eingeholt. Der Musterkunde verfügte über ein monatliches Nettoeinkommen von 4000,- € bei monatlichen Ausgaben von 3000,- €. Sein Geldvermögen belief sich auf ca. 50.000 € . Für Notfälle war eine weitere Rücklage vorhanden, die nicht beim Geldvermögen eingerechnet ist. Von seinem Geldvermögen sollten nicht mehr als 20%, also 10.000 €, als Einmalbeitrag bei einem Robo-Advisor angelegt werden. Hinzu kam ein monatlicher Sparbeitrag von 250 Euro. Der Musterkunde wollte das Geld langfristig anlegen (Anlagedauer: 10 bis max. 15 Jahre), sein Anlageziel war primär Vermögensaufbau, wobei das angesparte Vermögen später ggf. der Altersvorsorge dienen sollte. Die Risikoneigung des Musterkunden war moderat. Er war zwar bereit, für eine höhere Rendite temporäre Wertschwankungen zu tolerieren. Der max. tolerierbare Verlust sollte bei ca. - 10% bis -15 % p.a. liegen. Der Musterkunde verfügte zudem über Kenntnisse/Erfahrungen im Bereich in Tagesgeld, Aktienfonds, ETF, Immobilien, hatte aber keine Erfahrungen mit keine Direktanlagen in Aktien, Anleihen, Rohstoffen, Währungen etc..
In einem ersten Testlauf wurden die Offerten der Portale mit allen verfügbaren Informationen zu den Kosten, Musterportfolien (soweit vorhanden) ,Anlagestrategien, Risikomixturen sowie die erfassten Kundendaten etc. unter die Lupe genommen. In einem zweiten Testlauf klickte sich der Musterkunde bis kurz vor den Vertragsabschluss durch. Anschließend wurden die Offerten ausgewertet. Im Bereich Geschäftsmodell wurde dabei geprüft, ob der Musterkunde einen konkreten Anlagevorschlag mit detaillierten Angaben zu den einzelnen Investments (Fonds, ISIN, Anteil am Gesamtportfolio) oder der Vermögensverwaltung sowie den dazugehörigen Unterlagen (insbesondere Produktinformationsblatt (PIP bzw. KID, WPHG-Bogen) sowie die zur Kontoeröffnung erforderlichen Unterlagen (AGB, Vollmachten, Postident-Kupon) erhalten hat oder ob diese auf Knopfdruck abrufbar waren. Die zuvor online erfolgte Abfrage zu den finanziellen Verhältnissen des Kunden, seinen Anlagewünsche und -Ziele sowie seiner Risikoneigung, dem Anlagebetrag und der gewünschten Anlagedauer wurde per Screen-Shot dokumentiert. Sodann wurde geprüft, ob die abgefragten Daten in den Kontoeröffnungsunterlagen enthalten oder nachträglich auszufüllen waren. Anschließend erfolgte die Bewertung des Geschäftsmodells anhand der erhalten Unterlagen. Portale, die nach Einschätzung von ÖKO-TEST Anlageberatung und/oder Vermögensverwaltung betreiben, konnten maximal vier Punkte erhalten, wenn die Vertragsunterlagen vollständig (AGB etc.) waren und keinen Haftungsausschluss für die persönliche Empfehlung vorsahen. Bei Haftungsausschlüssen - deutlich sichtbar in einem separaten Formular - gab es null Punkte. Haftungsausschlüsse versteckt im Kleingedruckten wurden mit einem Minuspunkt, Haftungsausschlüsse per Disclaimer mit zwei Minuspunkten bewertet. Daneben konnte jedes Portal jeweils einen Punkt erhalten, sofern dem Kunden zusätzlich ein Beratungsprotokoll bzw. der WPHG-Bogen ausgehändigt wurde bzw. abrufbar war und einen weiteren Punkt für das/die PIP bzw. die Anlegerinformationen zur empfohlenen Anlagestrategie. Maximal erzielten die Portale daher sechs Punkte, im schlechtesten Fall minus zwei. Zu Ermittlung der Note wurde anschließend die Differenz zwischen der höchsten und der niedrigsten Punktzahl gebildet und in sechs gleichgroße Klassen eingeteilt.
Nach gleichem Schema sind wir bei der Note für die Kostentransparenz vorgegangen. Wurden alle Kostenpositionen transparent aufgelistet, gab es sechs Punkte. Wurden Zusatzkosten wie die fondsinternen Gebühren (TER), anfallende Transaktionskosten oder Kosten für das Wertpapierdepot zwar angesprochen, aber nicht beziffert, gab es lediglich fünf Punkte. Fehlten Hinweise zu fondsinternen Kosten ganz, gab es lediglich vier Punkte, blieben Kostenpositionen komplett unerwähnt, die der Anleger zu zahlen hat, wie Gewinnbeteiligung, Depotgebühren, gab es jeweils einen weiteren Punktabzug. Die Bewertung der Verständlichkeit der Fragen zur Risikotoleranz des Kunden erfolgte dagegen auf qualitativer Basis. Dazu wurden zunächst die Risikofragen aller Portale erfasst, miteinander verglichen und anschließend in sechs Klassen eingeteilt. Sofern gezielt nach dem maximal tolerierbaren Verlust pro Jahr gefragt wird oder der Kunde verschiedene, exakt bezifferte maximale Verluststufen auswählen kann, gab es ein "sehr gut”, wurden die Risikoklassen eher verbal beschrieben, das Ganze aber mit einer Grafik ergänzt, welche die Verlustrisiken anschaulich visualisiert, gab es ein "gut”. Anbieter, die Rendite- und Risikodaten zusammenfassen , so dass eher die Rendite als das Risiko im Vordergrund steht, erhielten ein "befriedigend”. Werden Risiken und Renditen primär verbal dargestellt und nur die Renditeangaben mit Zahlen unterlegt, gab es ein "ausreichend”. Sofern die Risiken ausschließlich mit eher vagen verbalen Begriffen dargestellt werden, gab es ein "mangelhaft”. Fehlte die Abfrage der Risikotoleranz vollständig, stufte ÖKO-TEST dies als "ungenügend” ein.
Sämtliche im ersten Testlauf erfassten Daten zu den Kosten, Portfolien, Anlagemischungen, dem Rebalancing, den Fragen zu Einkommens- und Vermögensverhältnissen, Anlageziel und Dauer, Kenntnissen und Erfahrungen des Kunden sowie die Frage ob die Risikoneigung und Risikotragfähigkeit geprüft wird, hat ÖKO-TEST online erfasst und anschließend den Portalen zur Verifizierung zurückgespielt. Sofern das Portal keine Angaben zur Wertentwicklung seiner Portfolien machte, wurde diese von ÖKO-TEST auf Basis der Portfoliomischungen ermittelt. Auch diese Daten wurden den Anbietern zur Verifizierung und/oder Korrektur übermittelt.

Reiseversicherungen

Auslandsreisekrankenversicherungen: Zur Ermittlung des Ranges wurde die Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Jahresbeitrag für jeden Modellfall in drei gleich große Klassen (Rang 1 bis 3) geteilt. Beim Testfall Familie wurde die sehr marktunübliche hohe Prämie von 88 Euro des zum 1.4.2016 aufgelegten Tarifs Jahres-Reisekrankenschutz der URV, der je Einzelperson rechnet, nicht klassenbildend berücksichtigt. Nicht in die Bewertung einbezogen wurden die Bedingungen, da die Unterschiede bei den einzelnen Anbietern gering ausfallen und jeder Tarif alle Kernleistungen bietet: Heilbehandlung im Ausland; Krankentransport, falls medizinisch notwendig Rückführung nach Deutschland sowie für Überführung bei Tod.
Anforderungen an die Tarife: Ausgewählt zum Test wurden grundsätzlich nur Tarife, die unabhängig von einem anderen Vertrag abgeschlossen werden können. Musterfall Rentner-Ehepaar: Die Kunden sind 66 und 68 Jahre alt. Musterfall Single: Der Kunde ist 30 Jahre alt. Musterfall Familie: Die Eltern sind 40 und 45 Jahre alt; die Kinder neun und 13 Jahre. Alle Musterkunden schließen einen Vertrag mit einjähriger Laufzeit ab. Die Tarife haben keine Selbstbeteiligung; es gibt eine Nachleistung bis zur Transportfähigkeit; ein Höchstaufnahmealter gilt es nur bei ausdrücklicher Erwähnung.
Testmethode: Die Daten wurden vom Versicherungsmakler Dr. Walter GmbH aus Neunkirchen-Seelscheid, der das Vergleichsportal www.reiseversicherung.com betreibt, im März 2016 erhoben und den Unternehmen zu einer Plausibilitätsprüfung zurückgespielt.

Reiserücktritt- und Abbruchsversicherungen: Die Bewertung der Leistungen erfolgte durch Punktevergabe. Für eine versicherbare Höchstsumme: ab 10.000 Euro ein Punkt, ab 15.000 zwei Punkte, ab 20.000 drei Punkte. Für eine Abschlussfrist vor Reisebeginn: 30 Tage zwei Punkte, unter 30 Tagen drei Punkte, unter 20 Tagen vier Punkte, keine Fristen sechs Punkten. Für Lastminute Reisen Anschlussfrist nach Buchung: ein Tag ein Punkt, zwei bis drei Tage zwei Punkte, eine längere Frist drei Punkte. Beim Verspätungsschutz - der Versicherer übernimmt in bestimmtem Umfang Mehrkosten - wenn die Reise wegen der Verspätung öffentlichen Verkehrsmitteln um mehr als zwei Stunden nicht angetreten werden kann, gibt es zwei Punkte. Beim Rücktrittsschutz gibt es für die Leistungsgründe plötzliche oder unvorhergesehene Verschlechterung einer bestehenden Krankheit drei Punkte. Für eine unerwartete Impfunverträglichkeit, Schwangerschaftskomplikationen, den unerwarteten Verlust des Arbeitsplatzes, der Aufnahme einer Beschäftigung aus der Arbeitslosigkeit, ein nach Buchung der Reise bekannt gewordener Arbeitsplatzwechsel, der zu einer Überschneidung mit Probezeit und Reise führt, eine Wiederholungprüfung für Schüler oder Studenten, die in die Reisezeit fällt, der Bruch von Prothesen oder die Lockerung von Gelenkimplantaten, eine Scheidungsklage, Kurzarbeit und ein zur Reise angemeldeter Hund bei schwerer Erkrankung, überraschender Impfunverträglichkeit oder Unfall gibt es jeweils zwei Punkte. Beim Abbruchschutz gibt es für die Leistungsgründe plötzliche oder unvorhergesehe Verschlechterung einer bestehenden Krankheit zwei Punkte. Für eine unerwartete Impfunverträglichkeit, Schwangerschaftskomplikationen, den unerwarteten Verlust des Arbeitsplatzes, der Aufnahme einer Beschäftigung aus der Arbeitslosigkeit, ein nach Buchung der Reise bekannt gewordener Arbeitsplatzwechsel, der zu einer Überschneidung mit Probezeit und Reise führt, eine Wiederholungprüfung für Schüler oder Studenten, die in die Reisezeit fällt, der Bruch von Prothesen oder die Lockerung von Gelenkimplantaten, eine Scheidungsklage, Kurzarbeit und ein zur Reise angemeldeter Hund bei schwerer Erkrankung, überraschender Impfunverträglichkeit oder Unfall gibt es jeweils einen Punkt. Jeweils die Hälfte der Punkte gibt es bei Einschränkungen der versicherten Rücktritts- oder Abbruchsgründe, beispielsweise, wenn der Hund nur bei Impfunverträglichkeit bzw. nicht bei Impfunverträglichkeit anerkannt wird oder eine Verschlechterung der Krankheit nur abgesichert ist, wenn die Krankheit zuvor sechs Monat behandlungsfrei war. Gilt der Schutz auch für Personen, die nicht mitreisende Minderjährige, eigene Kinder oder pflegebedürftige Angehörige betreuen sowie für Personen außer den Angehörigen, die gemeinsam mit der versicherten Person eine Reise gebucht haben, werden zwei Punkte vergeben.
Anforderungen an die Tarife: Ausgewählt zum Test wurden grundsätzlich nur Tarife, die unabhängig von einem anderen Vertrag abgeschlossen werden können und Leistungen bei Reiserücktritt- und Reiseabbruch bieten sowie keine Selbstbeteiligung vorsehen. Die Prämien wurden für Einzelversicherungen für jede Reise und für Jahrespolicen erhoben. Der Leistungsbereich ist weltweit. Als Rücktritt- und Abbruchsgrund gilt mindestens eine unerwartet schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Tod sowie ein erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, Elementarschaden oder Einbruchdiebstahl, die die Risikopersonen oder Mitversicherte erleiden. Als Risikopersonen gelten für Reiserücktritt und Reiseabbruchschutz mindestens die engen Angehörigen. Musterfall Single (30 Jahre): Reise in die USA 5.6. bis 19.6., Gesamtpreis 2.500 Euro; Reise nach Indien 6.11. bis 2.11., Gesamtpreis 4.500 Euro. Musterfall Rentnerpaar (66 / 68 Jahre) Reise nach Island 3.7. bis 24.7., Gesamtpreis 5.000 Euro; vom 4.9. bis 18.9. nach Spanien, Gesamtpreis 2.000 Euro; vom 29.11. bis 26.12. nach Italien, Gesamtpreis 3.500 Euro. Musterfall Familie mit zwei Kindern (40 / 45 Jahre; Kinder 9 / 13 Jahre): Reise nach Spanien 15.7. bis 29.7., Gesamtpreis 3.000 Euro, Reise nach Österreich 10.10. bis 17.10., Gesamtpreis 1.500 Euro.
Testmethode: Die Daten wurden vom Versicherungsmakler Dr. Walter GmbH aus Neunkirchen-Seelscheid, der das Vergleichsportal www.reiseversicherung.com betreibt, im März 2016 erhoben und den Unternehmen zu einer Plausibilitätsprüfung zurückgespielt.