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Ratgeber: Der richtige Kinderarzt

Spezial Baby
vom 14.04.2016

Der richtige Kinderarzt

Fachkompetenz ist nicht alles

Der Kinderarzt ist eine wichtige Person im Leben eines Kindes und seiner Eltern. Ein guter Vertreter seiner Zunft sollte deshalb nicht nur kompetent sein, sondern auch einen guten Draht zum Nachwuchs haben.

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14.04.2016 | In so manch einer Großstadt mit hoher Geburtenrate werden sie von der Müttercommunity als wertvolle Geheimtipps gehandelt: die Adressen guter Kinderärzte, die einfühlsam mit ihren kleinen Patienten umgehen, aber auch ein offenes Ohr für die Sorgen der jungen Eltern haben. Die nicht stur nach Schema F alle Vorsorgeuntersuchungen und Impfberatungen durchführen, sondern individuell auf Fragen eingehen. Die auf Einwände oder Nachhaken nicht mit genervtem Augenrollen reagieren, sondern Mütter und Väter ernst nehmen. Und die sich allgemeinverständlich ausdrücken und vor allem auch den Eltern zuhören können.

Zwar kann man sich vor der Geburt des Nachwuchses um alles kümmern; Wiege, Windeln und Wickeltisch vor der Anschaffung in Augenschein nehmen und auch den Geburtsvorbereitungskurs buchen. Aber auf der Suche nach einem guten Kinderarzt kann man noch so viel googeln, Freundinnen ausquetschen, Ratgeber studieren oder in Mütterblogs stöbern - ob die Chemie stimmt und man Vertrauen zu dem Mediziner aufbaut, das können Eltern meist erst nach der Entbindung feststellen. Das aber ist wichtig, denn die ersten Untersuchungen stehen schon nach den ersten Lebenstagen des Kindes an.

Sabine Müller aus Wiesbaden bekam von ihrer Hebamme einen Kinderarzt empfohlen. "Allerdings ging der bald darauf in Rente", erinnert sie sich. Spontan habe sie dann in den Gelben Seiten nach dem nächstgelegenen Kinderarzt geschaut. Die Kinderärztin um die Ecke war ihr auf Anhieb sympathisch. "Sie ist unaufgeregt, einfühlsam und sehr kompetent. Bei einer verstopften Nase verschreibt sie nicht gleich Antibiotika, sondern rät zu Hausmitteln wie Hühnersuppe. Außerdem begrüßt sie immer zuerst meine Tochter und redet mit ihr", erzählt die junge Mutter. Die Kinderärztin mache zwar wie die meisten keine Hausbesuche, sei aber extrem fürsorglich.

Vertrauen ist das A und O bei der Wahl des Arztes fürs Kind. Auch wenn er/sie fachlich kompetent ist, wissen Eltern erst nach einigen Besuchen, ob sie sich gut aufgehoben und ernst genommen fühlen. "Ein Gütesiegel für Kinderärzte gibt es nicht", sagt Dr. Hermann Josef Kahl, Bundespressesprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), in dem 1.100 der etwa 5.500 deutschen Kinder- und Jugendarztpraxen organisiert sind. Kahls erstes Qualitätskriterium lautet daher: "Ein guter Kinder- und Jugendarzt muss zuhören können." Wer Angst haben muss, dass elterliche Besorgnis als Hysterie abgestempelt wird, weil medizinische Laien Blähungen nun mal nicht von einer Blinddarmentzündung unterscheiden können, der sollte sich schleunigst nach einem verständnisvolleren Mediziner umsehen. Denn gute Kinderärzte beschränken ihre Fürsorge nicht nur auf die kleinen Patienten, sondern nehmen sich auch für die Eltern Zeit und beantworten in Ruhe deren vielfältige Fragen.

Neben Sympathie und Antipathie gibt es aber auch ganz praktische Kriterien für die Kinderarztwahl. An erster Stelle steht die die Erreichbarkeit der Praxis. Hier gilt: Je näher, desto b

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