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Shampoos für trockenes Haar

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 21 Shampoos für trockenes Haar eingekauft, von denen sechs als Naturkosmetik zertifiziert sind. Das teuerste Produkt kostet fast 12 Euro pro 250 Milliliter, das günstigste ist in gleicher Menge bereits für 0,73 Euro zu haben. Unsere Bezugsquellen waren Drogeriemärkte, Kauf- und Reformhäuser, Naturwarenläden und Internetshops.

Die Inhaltsstoffe
Welche Schadstoffe können durch die Haare zur Kopfhaut vordringen? In Laboren haben wir alle Shampoos auf die Standardparameter unserer Kosmetiktests überprüfen lassen: allergisierende Duftstoffe, künstlichen Moschusduft, umstrittene halogenorganische Verbindungen, Formaldehyd/-abspalter. Wenn vorhanden, haben wir auch PEG/PEG-Derivate und Ethylhexyl Methoxycinnamate erfasst.

Die Bewertung
Am strengsten waren wir bei Formaldehyd/-abspaltern. Formaldehyd gilt als krebserregend und stark allergisierend. Erhöhte Gehalte haben wir deswegen gleich mit vier Minuspunkten abgewertet. Jeweils zwei Noten Abzug gab es für umstrittene halogenorganische Verbindungen, Lilial, Ehtylhexyl Methoxycinnamate und erhöhte Gehalte an künstlichen Moschusdüften. PEG/PEG-Derivate haben wir mit einem Minuspunkt belegt.

So haben wir getestet

Schlecht und schlechter: PEG/PEG-Derivate (oben) und Formaldehyd/-abspalter (unten).

Duschgele

So haben wir getestet

Der Einkauf
Neben klassischen Duschgelen haben wir auch die zurzeit besonders angesagten Duschschäume eingekauft. Die Inhaltsstoffe
Damit ein Duschprodukt gut reinigt und schäumt, enthält es Tenside. Wir wollten wissen: Handelt es sich dabei um unbedenkliche Waschsubstanzen oder um PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlässiger machen und mit krebserregendem 1,4-Dioxan verunreinigt sein können? Stecken hinter den fruchtig-poppigen Gerüchen problematische Duftstoffe? Und werden die Produkte mit bedenklichen Konservierern vor Keimbefall geschützt?

Die Weiteren Mängel
Wir haben im Labor analysieren lassen, ob die Verpackungen der Produkte PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen enthalten, die bei der Entsorgung zum Umweltproblem werden können.

Die Bewertung
Bedenkliche Inhaltsstoffe wie PEG/PEG-Derivate, problematische Duftstoffe, Formaldehyd/-abspalter oder Mikroplastik führen zur Abwertung. Je mehr Minuspunkte ein Produkt anhäuft, desto schlechter schneidet es im Gesamturteil ab.

So haben wir getestet

Gel versus Schaum: Optisch macht das sahnig-weiße Bläschengebilde vielleicht etwas mehr her als ein durchsichtiges Gel. Doch in der Reinigungskraft unterscheiden sich beide nicht.

Trockenshampoos

So haben wir getestet

Der Einkauf
Trockenshampoo gibt es inzwischen von fast allen Anbietern von Haarpflegeprodukten. Auch die Drogeriemarktketten haben Eigenmarken im Angebot. Insgesamt waren 13 Trockenshampoos im Test. Gezahlt haben wir dabei von 1,75 Euro für 200 Milliliter eines Sprays bis zu stolzen 22,95 Euro für 56 Gramm eines Pulvers.

Die Inhaltsstoffe
Trockenshampoos sollen nicht nur den Talg auf der Kopfhaut binden, sondern auch die Haare frischer wirken lassen. Entsprechend arbeiten alle Hersteller mit Parfüm. Wir haben die Produkte daher auf allergisierende Duftstoffe und künstlichen Moschusduft analysieren lassen. Weitere Untersuchungen bei Kosmetika umfassen umstrittene halogenorganische Verbindungen und bedenkliche Formaldehyd/-abspalter.

Weitere Mängel
Hierunter fallen PVC und andere chlorierte Verbindungen, die in Kunststoffteilen der Verpackung, etwa Verschlusskappen, stecken können. Auch Umverpackungen, die weder Glas schützen noch mehrere Teile enthalten, sind unserer Ansicht nach überflüssig und werden daher als Weiterer Mangel abgewertet.

Die Bewertung
Keine abwertungsrelevanten Inhaltsstoffe und nur so wenig Verpackung wie nötig: Das führt in allen Testergebnissen zur Bestnote "sehr gut". Fragwürdig ist, wenn Produkte mit allerhand zusätzlicher Inhaltsstoffe aufgehübscht werden, obwohl der eigentliche Wirkstoff natürlicher Herkunft ist - Stärke etwa findet sich in fast jedem Küchenschrank.

So haben wir getestet

Natürliche Basis: Hauptbestandteil der Trockenshampoos ist ein natürlicher Fettabsorber, meist übliche Speisestärke.

Make-up

So haben wir getestet

Der Einkauf
Der Trend beim Make-up geht zur Natürlichkeit: Geschminkt sein, ohne geschminkt auszusehen. Deshalb werden die Teintschmeichler immer häufiger als "leichte Foundation", "hauttonangleichend" oder mit dem "Nude-Look" beworben. Solche haben wir in Naturwarenläden, Drogerien und Parfümerien eingekauft. Die Preisspanne, umgerechnet auf 30 Milliliter, reicht von 3,75 bis 34,48 Euro.

Die Inhaltsstoffe
Wichtige Bestandteile aller Make-ups sind mineralische Farbstoffe wie Titandioxid oder Eisenoxide. Sie sind natürlichen Ursprungs und können mit Schwermetallen wie Blei, Chrom und Cadmium oder mit Aluminium und Nickel belastet sein. Darauf ließen wir sie im Labor untersuchen. Außerdem wurden sie zum Beispiel auf problematische Duftkomponenten, krebsverdächtige Formaldehyd/-abspalter und umstrittene halogenorganische Verbindungen überprüft.

Die Weiteren Mängel
Auf vielen Packungen ist nur eine allgemeine Auflistung von Farbstoffen angegeben, die in allen angebotenen Nuancen enthalten sein können - aber nicht müssen: Diese sogenannte May-contain-Deklaration sollten die Hersteller aufschlüsseln, da wir wissen wollen, welche Stoffe exakt in dem von uns getesteten Farbton eingesetzt werden. Taten sie es nicht, sorgte das für Punktabzug. Steckt das Make-up im Plastikspender, kann uns kein Hersteller glaubhaft machen, dass zum Schutz auch noch ein Karton nötig ist. Den tolerieren wir nur, wenn er einen Glasbehälter vor dem Zerbrechen schützt.

Die Bewertung
Wiesen die Labore problematische Substanzen nach, schlug sich das im Testergebnis nieder. Die meisten konventionellen Make-ups enthalten PEG/PEG-Derivate und Silikonverbindungen, die nicht förderlich für das empfindliche Hautgleichgewicht sind. Kritischer noch sehen wir Konservierungsmittel und UV-Filter, die in Tier- oder Zellversuchen hormonwirksame Eigenschaften gezeigt haben, und gesundheitsschädliche Duftstoffe.

So haben wir getestet

Mit Deklarationen im Konjunktiv ist keinem geholfen - wir fordern Klarheit.

So haben wir getestet

Nicht nur Klarheit wollen wir bei den Inhaltsstoffen, sondern gesundheitlich Unbedenklichkeit.

Gesichtscremes, teure

So haben wir getestet

Der Einkauf
Ein bisschen mehr darf's schon kosten: Nach diesem Motto haben wir uns in Parfümerien und Naturwarenläden an Preisen zwischen 10 und 60 Euro orientiert. Zusammen kamen 23 Gesichtscremes, die man auch unterm Weihnachtsbaum finden könnte. Auf den Packungen sollten möglichst keine besonderen Versprechungen gemacht werden - "einfache" Gesichtscremes scheinen manche Hersteller in diesem Preissegment allerdings gar nicht erst im Sortiment zu haben. Dann griffen wir zu einer anderen Variante.

Die Inhaltsstoffe
Hoher Preis, gutes Produkt? Wir haben die Gesichtscremes im Labor auf ihre Inhaltsstoffe überprüfen lassen. Stecken darin problematische Konservierungsstoffe, bedenkliche UV-Filter, hautunfreundliche Fette auf Erdölbasis oder sonstige umstrittene Substanzen?

Die Weiteren Mängel
Wie immer waren die Umweltaspekte bei der Verpackung ein Thema. Außerdem wollten wir für die mit besonderen Eigenschaften beworbenen Produkte Wirksamkeitsbelege sehen. Wir baten deshalb die Hersteller, uns entsprechende, vollständige Studien zum Produkt zuzuschicken.

Die Bewertung
Problematische Substanzen bedeuten Punktabzug beim Testergebnis Inhaltsstoffe. Kann der Hersteller nicht belegen, was er seiner Creme auf der Verpackung zuschreibt, schlägt das aufs Testergebnis Weitere Mängel. Von einer Studie erwarten wir, dass sie sich auf das konkrete Produkt bezieht, das an einer ausreichenden Anzahl Probanden über einen aussagekräftigen Zeitraum getestet worden ist. Die Ergebnisse der einzelnen Testpersonen müssen ersichtlich sein. Als belegt gilt die Wirkung für uns nur, wenn das Produkt im direkten Vergleich zu einer herkömmlichen Pflegecreme, also nicht nur zur unbehandelten Haut, überzeugende Vorteile zeigt. Auszüge oder Wirksamkeitsbelege einzelner Inhaltsstoffe haben wir nicht akzeptiert.

So haben wir getestet

Rhetorik der Schönheitsindustrie: Um die Haut vor den ständigen Angriffen der Umwelteinflüsse zu schützen, bedarf es angeblich einer Armada an Inhaltsstoffen