Startseite

Lippenpflege

So haben wir getestet

Der Einkauf
Lippenpflege gibt's wie Sand am Meer: in Drogerien, Apotheken, in Onlineshops und Bio-Läden. Wir haben insgesamt 24 Produkte ausgewählt; bezahlt haben wir zwischen 65 Cent und 8 Euro pro Stift, Kugel oder Tube.

Die Inhaltsstoffe
Basieren die Fettstifte auf Erdöl oder auf natürlichen Fetten und Wachsen? Sind diese Inhaltsstoffe mit problematischen Bestandteilen verunreinigt? Wir haben alle Produkte im Labor auf MOSH/POSH und MOAH untersuchen lassen. Außerdem auf halogenorganische Verbindungen, Duftstoffe und viele weitere Parameter.

Die Weiteren Mängel
Auch die Verpackung haben wir uns genauer angesehen. Finden sich auf den Umhüllungen der mit Sonnenschutz ausgelobten Stifte Anwendungshinweise zum verantwortungsvollen Sonnenbaden? Und wenn nicht, wie nötig ist eigentlich eine Schutzhülle aus Pappe oder Plastik? Enthält diese am Ende sogar schädliche Substanzen wie chlorierte Verbindungen? All das haben wir untersucht.

Die Bewertung
Empfindliche Abzüge gab es vor allem für problematische Mineralölbestandteile. Denn diese werden bei Lippenpflegeprodukten nicht nur auf die Haut gerieben, sondern in nicht unwesentlichen Mengen verschluckt. Bedenkliche UV-Filter und Duftkomponenten, die Allergien auslösen können, sorgten ebenfalls für Abwertungen. In manchen Fällen wirkten sich auch die Weiteren Mängel auf das Gesamturteil aus.

So haben wir getestet

Müssen deklariert sein: Erdölbasierte Inhaltsstoffe verstecken sich hinter Namen wie Petrolatum, Cera Microcristallina oder Paraffinum Liquidum.

Parfüms

So haben wir getestet

Der Einkauf
Ein wohlriechender Duft steht als Geschenk zu Weihnachten hoch im Kurs. Wir kauften deshalb 20 verschiedene Parfümkompositionen mit unterschiedlichen Duftintensitäten in der Preisspanne von rund zehn bis 70 Euro für 30 Milliliter ein: neben einem echten Parfüm überwiegend Eaux de Parfum, auch einige Eaux de Toilette sowie zwei leicht parfümierte Wässerchen. Darunter finden sich große Namen wie Chanel, Dior, Guerlain, Prada, aber auch preiswertere Modemarken wie Bruno Banani, Mexx und S'Oliver sowie vier zertifizierte Naturkosmetikprodukte.

Die Inhaltsstoffe
Die Duftstoffe machen ein Parfüm aus. Wir ließen die Riechwässer deshalb auf allergieauslösende Duftstoffe und auf künstliche Moschusdüfte untersuchen, die sich im Fettgewebe anreichern. Auch Rückstände von hormonell wirksamen Phthalatweichmachern standen auf dem Prüfprogramm.

Die Bewertung
Der Wohlgeruch darf nicht mit bedenklichen Inhaltsstoffen erkauft werden. Duftstoffe, die häufig Allergien auslösen, künstliche Moschusdüfte und bedenkliche UV-Filter sind kein Geschenk für die Haut. Dafür vergeben wir Minuspunkte, die sich addieren können. In Kosmetik verbotene Stoffe wie DEHP werten wir deutlich ab.

So haben wir getestet

Ätherische Öle unterliegen natürlichen Schwankungen. Deshalb ist es für Naturkosmetikhersteller schwierig, die Duftstoffe korrekt zu deklarieren.

Tampons & Menstruationstassen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben zwölf gängige Tamponmarken und drei Bio-Marken eingekauft. Außerdem haben wir aus dem immensen Angebot exemplarisch sechs bekannte Menstruationstassenmodelle ausgewählt: fünf aus dem für die Produktgruppe gängigen Silikon und eine aus TPE, einem thermoplastischen Kunststoff.

Die Inhaltsstoffe
Zwei Produktgruppen, zwei unterschiedliche Testaufbauten: Experten haben die Tampons im Labor auf optische Aufheller, Formaldehyd, halogenorganische Verbindungen und Pestizide untersucht. Die Menstruationstassen haben wir einem umfangreichen Materialscreening unterzogen, außerdem prüften die Labore auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, zinnorganische Verbindungen, Schwermetalle und flüchtige Verbindungen.

Die Praxisprüfung
Die Tampons haben wir in einer synthetischen Vagina, der "Syngina", prüfen lassen: Saugen sie so viel auf, wie vom Hersteller versprochen? Wie stark zerfasern sie beim Entfernen? Und wie gut hält der Rückholfaden der Belastung stand? Bei der Wahl der passenden Menstruationstasse kommt es auf sehr viele individuelle Faktoren an, die umfassend kaum zu simulieren sind. Daher haben wir uns darauf beschränkt, ihre Aufnahmemenge zu messen.

Die Weiteren Mängel
Liegen dem Produkt Informationen zur richtigen Handhabung bei und finden sich Warnhinweise zum Risiko und den Symptomen des Toxischen Schocksyndroms (TSS)? Falls nicht, gab es Punktabzug als Weiteren Mangel.

Die Bewertung
Minuspunkte erhalten die Produkte für aus ÖKO-TEST-Sicht gesundheitlich bedenkliche Schadstoffe. Je mehr Abzüge, desto schlechter das Gesamturteil.

So haben wir getestet

Praxisprüfung im Labor: Mithilfe der sogenannten Syngina-Apparatur bestimmen die Prüfer die Saugfähigkeit des Tampons.

Gleitmittel

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben uns bei wasserbasierten Gleitgelen auf vermeintlich natürliche Produkte fokussiert. Dazu kamen Mittel aus Silikon und mit Silikonanteil, Produkte gegen Scheidentrockenheit und zwei Mittel, die sich an Paare mit Kinderwunsch richten. Alle sind hormon- und rezeptfrei im Handel erhältlich. Umgerechnet auf jeweils 50 Gramm oder Milliliter haben wir zwischen 1,50 Euro und 52,06 Euro gezahlt.

Die Inhaltsstoffe
Der Großteil der Produkte basiert auf Wasser. In diesen kommen dann auch immer Konservierungsstoffe zum Einsatz. Darunter gibt es mal mehr, mal weniger bedenkliche Mittel. Anbieter weiterer Gleitgele setzen teilweise oder gänzlich auf Silikon oder Fett. Darauf warfen wir ebenso einen genauen Blick wie auf PEG und PEG-Derivate. Zudem suchten Labore nach Formaldehyd/-abspaltern und umstrittenen halogenorganischen Verbindungen.

Die Weiteren Mängel
Sind die Plastikverpackungen frei von PVC/PVDC/chlorierten Verbindungen? Stecken die Tuben in überflüssigen Umkartons? Diesen Fragen gingen wir unter den Weiteren Mängeln nach.

Die Bewertung
Die Inhaltsstoffe der Gleitgele sind ausschlaggebend für das Gesamturteil. Außerdem werten wir unnötige Verpackungen und Schadstoffe in den Plastiktuben ab.

So haben wir getestet

Nicht jedes Gleitgel kann mit Silikon-Sexspielzeug verwendet werden. Dieses aber schon.

Cremes, Neurodermitiker/Allergiker, Basispflege

So haben wir getestet

Der Einkauf
Kinder mit Neurodermitis, in der Fachsprache: "atopische Dermatitis", leiden unter trockener, schuppiger, juckender Haut. Die Symptome der Krankheitsschübe lassen sich mit Medikamenten mildern, die geplagte Haut braucht aber eine tägliche Basispflege, um sie geschmeidig zu halten und die Schutzfunktionen zu unterstützen. Wir haben deshalb 25 Lotionen ausgewählt, die ausdrücklich damit werben, dass sie zur Pflege bei Neurodermitis taugen. Teure Marken aus der Apotheke sind ebenso im Test wie Lotionen aus der Drogerie, vom Discounter und aus dem Biohandel. Die Preisspanne ist gewaltig: Für 200 Milliliter des günstigsten Produktes zahlst Du 3,33 Euro, im Falle der teuersten Lotion sind es stolze 43,80 Euro.

Die Inhaltsstoffe
Problemhaut verträgt keine Problemstoffe. Wir haben die Pflegelotionen deshalb auf allergisierende und krebserregende Konservierungsmittel untersuchen lassen. Waren Parfüm oder ätherische Öle enthalten, hat das beauftragte Labor überprüft, ob allergene Duftstoffe darin stecken oder Moschus-Duftstoffe, die sich im Körper anreichern. Die Haut von Neurodermitikern braucht eine exzellente Versorgung mit Fett und Feuchtigkeit. Wenig hilfreich sind aus unserer Sicht Fette wie Paraffine oder andere Stoffe aus Erdöl oder künstliche Silikone, die wenig zur Hautpflege beitragen. Paraffine auf Mineralölbasis können zudem mit krebserregenden aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH) verunreinigt sein. Das hat ein Labor überprüft. Schlussendlich kritisieren wir Polyethylenglykole und deren Abkömmlinge (PEG/PEG-Derivate), die als Emulgatoren zum Einsatz kommen, aber die Haut durchlässig für Fremdstoffe machen können.

Die weiteren Mängel
Kosmetika in Plastiktuben oder Plastikflaschen müssen nicht in einem zusätzlichen Umkarton stecken. Viele Kartons machen viel Müll. Ein Umkarton ist sinnvoll, wenn er mehrere Teile enthält, oder eine Glasflasche schützt. Auch für Medizinprodukte akzeptieren wir Umkartons.

Die Bewertung
Besonders kritisch sehen wir aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH), unter denen sich krebserregende Substanzen befinden können. Sie stecken nicht nur in Kosmetika, sondern auch in Lebensmitteln wie Schokolade, Mehl oder Brotaufstrichen. Das Risiko, dass MOAH aus Körperlotionen Schaden anrichten, mag zwar geringer erscheinen als das Risiko, das von belasteten Lebensmitteln ausgeht. Dennoch: Je weniger krebserregende Stoffe in Produkten, die wir an unsere Haut lassen, umso besser. Zumal ungeklärt ist, in welchem Umfang die Stoffe über die Haut, vor allem über geschädigte Haut, in den Körper gelangen.