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Ratgeber: Was Diäten bringen

ÖKO-TEST Februar 2016
vom 29.01.2016

Was Diäten bringen

Alles sattsam bekannt

1995 sollte die "Eintopf-Diät" Pfunde purzeln lassen, im Jahre 2000 war es dann die "Super-Schlank-Suppe". Der "Spargel-Diät" von 1997 folgt drei Jahre später die "Spargel-Blitz-Diät". Merken Sie was?

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29.01.2016 | Wer die Titelbilder von Bild der Frau aus den vergangenen 20 Jahre Revue passieren lässt, kapiert ziemlich schnell, was läuft: Alle paar Wochen werben die Damen auf dem Cover für eine neue Diät - Pfunde weg, Bauch weg, Kleidergrößen runter, und das Ganze "blitzschnell", "ruckzuck" oder im "Express-Tempo". Mal sechs Pfund in drei Tagen mit der Sauerkraut-, Spargel- oder Pasta-Diät, mal fünf Pfund in fünf Tagen mit Kartoffeln oder Ananas. Und wenn die kreativen Ideen ausgegangen sind, gehts einfach wieder von vorne los! Dann wird aus der "Eintopf-Diät" eben mal die "Super-Schlank-Suppe."

Diätsaison ist rund ums Jahr. Klassischerweise nach den üppigen Weihnachtstagen, aber auch sonst gibt es Anlässe genug, um auf die Schnelle ein paar Kilo zu verlieren: um fit in den Frühling zu kommen, für die Bikinifigur, nach einem Schlemmerwochenende oder im Advent, um Platz für Plätzchen zu schaffen ... So hartnäckig wie Winterspeck ist, so zuverlässig kommt eine vermeintlich neue (oder alte) Superdiät, die angeblich die Pfunde nur so purzeln lässt.

Im geballten Rückblick erscheinen die mantraartigen Versprechen auf ein mühelos zu erreichendes Idealgewicht zwar absurd. Doch in der monotonen Wiederholung liegt eine zwingende Logik: Es bringt einfach nichts. Würde auch nur eines der Programme dauerhaft und nachhaltig funktionieren, hätten die Macher von Bild der Frau und vergleichbaren Titeln echte Probleme, künftig Themen und Schlagzeilen zu finden.

Dass die häppchenweise aufgetischten Versprechen dennoch begierig verschlungen werden, liegt offenbar schlicht daran, dass die Hoffnung regelmäßig über alle Vernunft siegt. Es wäre doch zu schön, wenn die Traumfigur so einfach zu erreichen wäre: Indem man einfach nur ein paar Tage lang bei einseitiger Kost die Zähne zusammen beißt ... Dabei ahnen die meisten, die sich einer Crashdiät nach der anderen unterwerfen, vermutlich doch, dass es in Wahrheit nicht annähernd so easy ist wie die in Aussicht gestellten Erfolge.

Denn im Grunde ist die Sache so simpel wie ernüchternd: Dick wird, wer über längere Zeit mehr Kalorien zu sich nimmt, als sein Körper verbrennt. Und diese überflüssigen Pfunde wieder loszuwerden geht weder einfach noch schnell und mühelos. Kurzfristige Abspeckkuren, bei denen es anschließend genauso weitergeht wie vorher, bringen nichts. Außer Frust, weil man früher oder später in der Jo-Jo-Falle landet. Für dauerhaften Erfolg ist ein langer Atem gefragt - sowohl bei der Ernährungsumstellung als auch bei der Bewegung.

Wer das im Hinterkopf behält, kann zum Einstieg durchaus eine Diät machen.Grundsätzlich ist zunächst auch jedes Programm geeignet, denn das Prinzip einer Diät beruht ja darauf, dem Körper weniger Kalorien zuzugestehen, als er verbrennen kann. Wer also auf welche Art auch immer Kalorien reduziert, nimmt erst einmal ab.

Ernährungsexperten sind sich einig, dass es dabei nicht so sehr darauf ankommt, für welche Art von Diät man sich entscheidet, sondern darauf, dass es damit dauerhaft

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Seite 34 - 41 im ÖKO-TEST Februar 2016
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