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ÖKO-TEST April 2017
vom

Fahrräder mit Elektroantrieb

Weiter auf der Überholspur

Rund drei Millionen Elektrofahrräder sind aktuell auf deutschen Straßen unterwegs. Das Rentner-Image haben die Pedelecs längst abgelegt. Kunden wie Hersteller legen Wert auf ein schickes Design.

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30.03.2017 | Die Kundin weiß genau, was sie will: ein E-Bike. Aber eines, das sportlich aussieht. 54 Jahre ist sie alt und Dozentin an der Universität Mannheim. 30 Kilometer pendelt sie täglich zur Arbeit, 15 hin, 15 zurück. Im Moment noch mit dem Auto, aber das soll sich ändern. Weil sie gerne an der frischen Luft ist, weil sie keine Lust mehr hat auf den lästigen Autoverkehr - und nicht zuletzt, um der Umwelt Gutes zu tun. "Natürlich könnte ich die Strecke auch mit dem normalen Rad fahren, das schaffe ich locker", sagt sie. "Aber dann komme ich verschwitzt an, und so will ich mich nicht vor die Studenten stellen."

Fahrräder mit Elektroantrieb haben längst - auch optisch - das Image verloren, nur etwas für Rentner zu sein, die körperlich nicht mehr so gut drauf sind. Inzwischen interessieren sich auch jüngere Radler für Modelle mit Extra-Unterstützung. Und darauf haben sich die Anbieter eingestellt: Egal, ob Stadt- oder Tourenräder, Lasten- oder Liegeräder, Mountainbikes oder Tandems - alles ist inzwischen auch mit Elektromotor zu haben, sogar die sportlichen Rennräder.

Für die Modelle mit Akku hat sich der Begriff E-Bike im Alltag durchgesetzt, obwohl er eigentlich nicht korrekt ist. Denn richtige E-Bikes haben einen Gasgriff und funktionieren ganz ohne Strampeln. Sie sind allerdings laut Pressedienst Fahrrad (pd-f)weitgehend vom Markt verschwunden. Rund 99 Prozent der Räder, die E-Bikes genannt werden, sind sogenannte Pedelecs: Der Begriff setzt sich zusammen aus pedal (englisch für Pedal), electric (elektrisch) und cycle (Rad). Bei Pedelecs arbeitet der Motor nur dann, wenn der Fahrer auch in die Pedale tritt. Der Motor unterstützt ihn bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern - und je nach Hersteller, Einstellung und Modus mit 25 bis 200 Prozent der Kraft, mit der er tritt. Pedelecs gelten rechtlich als Fahrräder, das bedeutet: keine Helmpflicht, keine Altersgrenze.

Dem Zweirad-Industrie-Verband zufolge sind mittlerweile rund drei Millionen Pedelecs auf deutschen Straßen unterwegs. Während 2005 noch 20.000 Modelle pro Jahr verkauft worden sind, waren es 2016 schon 605.000 Stück. Nach Angaben von Eva Altig, Geschäftsführerin des gleichnamigen Radsportladens in Mannheim, gibt es dabei "ein starkes Stadt-Land-Gefälle". Ihre Kunden kauften noch viel mehr "normale" Fahrräder, während Kollegen aus den ländlichen Gebieten einen weitaus höheren E-Bike-Absatz vermeldeten. Für Altig ist das nicht überraschend: "Hier in der Stadt kaufen viele junge Leute Fah

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