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ÖKO-TEST März 2016
vom

Kindergartenrucksäcke

Komfort? Kommt vor!

Schick, leicht, viel Platz und gut tragbar: Die Ansprüche, die Eltern und Nachwuchs an Kindergartenrucksäcke stellen, sind überschaubar. Dennoch zeigt unser Test, dass nicht alle Modelle den einfachen Anforderungen gerecht werden. Wir haben 15 Produkte in Laboren getestet. Sechs Rucksäcke fallen durch, sechs Modelle können wir empfehlen.

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25.02.2016 | Welche Ansprüche können und sollen Eltern an Kindergartenrucksäcke stellen? Für Kinder zählt wohl in erster Linie das Aussehen. Schließlich muss ihnen der Rucksack, den sie täglich den anderen stolz präsentieren, gefallen. Die Auswahl ist riesig: Rennautos, Monsterdesigns, quietschbunte Modelle. Aber auch Motive mit Figuren aus jeweils aktuellen Filmen wie "Die Minions" und "Die Eisprinzessin" oder die Klassiker à la "Micky Maus" begeistern die Kids nach wie vor.

Eltern und Erzieherinnen hingegen wird es vorrangig um andere Aspekte gehen: nämlich Funktionen, Handhabung und Tragekomfort. Wie schwer ist der Rucksack? Können alle wichtigen Utensilien wie Frühstücksdose, Obstbox und Trinkflasche, die der Nachwuchs den Tag über braucht, verstaut werden? Idealerweise passen Wechselwäsche und sogar noch ein warmes Jäckchen obendrauf. Damit derart vollgepackte Rucksäcke nicht sofort aus allen Nähten platzen, müssen sie robust sein. Weil Kleinkinder schnell wachsen, sollten sämtliche Gurte an die Körpergröße anpassbar sein. Ein Rückenpolster ist nicht nur bequem beim Tragen, es verhindert außerdem Druckstellen, falls die Kleinen mal etwas Eckiges oder Kantiges - wie ein Spielzeugauto oder die Lieblingspuppe - im Gepäck haben.

ÖKO-TEST wollte wissen, wie es um die Güte von Kindergartenrucksäcken bestellt ist und welche Alternativen Eltern bei der Fülle an Modellen haben. Dafür haben wir insgesamt 15 Produkte eingekauft und in Laboren umfangreichen Praxis- und Schadstofftests unterzogen.

Das Testergebnis

Keine Bestnote. Sechsmal "mangelhaft" oder "ungenügend", sechs Rucksäcke sind "gut". Zwei Modelle haben sich ihr "gut" im Praxistest mit schlechten Ergebnissen im Schadstofftest ruiniert.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Motiv, Funktionen, Marke: Es gibt so einige Kriterien, auf die Eltern und besonders ihre Kinder Wert legen. Wir haben deshalb ein breites Testsortiment zusammengestellt und von "knallbunt" bis "praktisch schlicht" insgesamt 15 Modelle zwischen 4,99 Euro und 44,95 Euro eingekauft.

Die Praxisprüfung
Alle Modelle mussten sich in einem harten Praxistest beweisen. Geprüft haben Experten unter anderem darauf, was alles in den Rucksäcken verstaut werden kann, ob die Modelle am Rücken oder an den Trägern gepolstert sind und wie leicht Verschlüsse und Fächer geöffnet und geschlossen werden können. Ebenso wollten wir wissen, wie belastbar Nähte, Reiß- und Gurtverschlüsse sind und ob Gurte eventuell zu nah am Hals verlaufen. Mit einem simulierten Regenschauer wurde außerdem getestet, wie gut die Rucksäcke vor Wasser schützen.

Die Inhaltsstoffe
Die beste Handhabung und der bequemste Tragekomfort sind wenig wert, wenn die im Rucksack verarbeiteten Textilien zu viele gesundheits- und umweltschädigende Stoffe enthalten. Wir haben alle Modelle deshalb einem Schadstofftest unterzogen und in Laboren unter anderem auf krebsverdächtige PAK, Phthalate und giftige zinnorganische Verbindungen überprüfen lassen.

Die Bewertung
Kindergartenrucksäcke sollten nicht nur gut aussehen und den Kindern gefallen, sie müssen auch etwas aushalten können und bequem zu tragen sein. Der Praxistest fließt deshalb mit 60 Prozent und die Inhaltsstoffe mit 40 Prozent in die Gesamtnote ein. Für die jeweiligen Teilergebnisse Tragekomfort, Handhabung und Materialprüfungen im Praxistest haben wir ein Minuspunktesystem entwickelt. Die Endsummen haben wir in Noten umgewandelt.

So haben wir getestet

Die Schnallen an der Rückseite des Modells können zu permanenten Druckstellen führen.