Fester Conditioner von Omaka ist "mangelhaft" – Arsen und Blei entdeckt

Autor: Rebecca Welsch/Dimitrij Rudenko/Marieke Mariani | Kategorie: Kosmetik und Mode | 26.02.2025

Der Feste Conditioner von Omaka ist Testverlierer.
Foto: ÖKO-TEST

Feste Spülungen sollen die Haare besser kämmbar machen und pflegen. Noch dazu sparen sie Verpackungsmüll. Doch unser Test zeigt: Nicht alle Produkte sind frei von problematischen Inhaltsstoffen. Dazu gehört auch der feste Conditioner von Omaka.

Wir haben 15 feste Conditioner ins Labor geschickt und auf Schadstoffe prüfen lassen. Mehr als die Hälfte können wir mit "sehr gut" rundum empfehlen. Das trifft jedoch nicht auf den Omaka Fester Conditioner 07 Bio Sheabutter + Bio Olivenöl zuDie Haarspülung schneidet in unserem Test mit "mangelhaft" ab. Damit ist sie Testverlierer. Und das, obwohl sie mit einem Preis von 13,99 Euro pro 60 Gramm das teuerste Produkt im Test ist. 

Doch warum schneidet Omaka so schlecht ab? Wir haben in der festen Haarspülung zwei problematische Inhaltsstoffe entdeckt.

Fester Conditioner von Omaka enthält Blei und Arsen 

Dabei handelt es sich um Schwermetalle: Das Labor hat in dem festen Conditioner von Omaka Blei und Arsen nachgewiesen. Zur Erklärung: Blei gilt als nervengiftig. Schon kleine Mengen können zu Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Gewichtsabnahme führen. 

Arsen ist ein giftiges Halbmetall. Es kann in seiner anorganischen Form bereits in geringen Dosen Haut-, Lungen- und Harnwegstumore auslösen.

Blei- und Arsengehalte überschreiten Höchstmengen

Bleibt die Frage, wie die Schwermetalle in den festen Conditioner von Omaka gelangen. Die Antwort: Blei und Arsen reichern sich natürlicherweise im Boden an und können so als Verunreinigungen mineralischer Bestandteile auch in Kosmetikprodukte gelangen. Der im Omaka-Conditioner enthaltene Inhaltsstoff "Green Illite", also grüne Tonerde, könnte ein möglicher Eintragsweg sein. 

Laut Kosmetikverordnung gehören Blei und Arsen zu den verbotenen Stoffen. Für unbeabsichtigte Spuren sieht der Gesetzgeber jedoch eine Ausnahme vor, sofern diese bei guter Herstellungspraxis technisch nicht zu vermeiden sind. Auf Basis eines Monitorings hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Höchstgehalte für solche technisch unvermeidbaren Gehalte festgelegt.

Für Kosmetikprodukte wie feste Conditioner liegen diese für Blei bei 2,0 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg), für Arsen bei 0,5 mg/kg. Diese Werte überschreitet das Omaka-Produkt. 

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So setzt sich das Gesamturteil zusammen

Das Gesamturteil beruht auf dem Teilergebnis Inhaltsstoffe. Der Omaka Fester Conditioner 07 Bio Sheabutter + Bio Olivenöl überschreitet die vom BVL festgelegten Orientierungswerte von Blei und Arsen in kosmetischen Mitteln. Deshalb ziehen wir vier Noten ab. Damit lautet das Gesamturteil "mangelhaft".

Mehr Details zu Bewertung und Prüfmethoden lesen Sie hier im Artikel zum Test im Abschnitt Testverfahren.

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