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Bunte Haarfarben

So haben wir getestet

Der Einkauf
Bunte Haarfarben drängen zunehmend in die Verkaufsregale der Drogeriemärkte. Dort, im Friseurbedarf und im Internet haben wir 14 Einkomponentenfarben gekauft und - auf 100 Milliliter umgerechnet - zwischen 2,99 Euro und 15,98 Euro bezahlt. Die Farben funktionieren ohne Oxidationsprozesse und waschen sich meist nach und nach wieder heraus.

Die Inhaltsstoffe
Unser kritischer Blick galt wie bei allen Haarfarbentests besonders den Färbesubstanzen. Die Labore prüften außerdem auf bedenkliche Konservierungsmittel und Duftkomponenten, halogenorganische Verbindungen und Nitrosamine.

Die Weiteren Mängel
Enthält die Umverpackung umweltschädliche chlorierte Verbindungen? Schlüsseln die Hersteller uns gegenüber Sammeldeklarationen der Farbbestandteile auf? Auch hier haben wir genau hingeschaut.

Die Bewertung
Je nachdem, ob und wie die Färbesubstanzen vom wissenschaftlichen Beratergremium der EU-Kommission (SCCS) bewertet wurden, staffelt sich die Abwertung für bedenkliche Färbestoffe. Die meisten Produkte sammeln allerdings mit einer Vielzahl anderer Problemstoffe noch einige zusätzliche Minuspunkte.

So haben wir getestet

Welche problematischen Farbstoffe in den knalligen Haarfarben stecken, haben von uns beauftragte Labore untersucht.

Lippenpflege

So haben wir getestet

Der Einkauf
Lippenpflege gibt's wie Sand am Meer: in Drogerien, Apotheken, in Onlineshops und Bio-Läden. Wir haben insgesamt 24 Produkte ausgewählt; bezahlt haben wir zwischen 65 Cent und 8 Euro pro Stift, Kugel oder Tube.

Die Inhaltsstoffe
Basieren die Fettstifte auf Erdöl oder auf natürlichen Fetten und Wachsen? Sind diese Inhaltsstoffe mit problematischen Bestandteilen verunreinigt? Wir haben alle Produkte im Labor auf MOSH/POSH und MOAH untersuchen lassen. Außerdem auf halogenorganische Verbindungen, Duftstoffe und viele weitere Parameter.

Die Weiteren Mängel
Auch die Verpackung haben wir uns genauer angesehen. Finden sich auf den Umhüllungen der mit Sonnenschutz ausgelobten Stifte Anwendungshinweise zum verantwortungsvollen Sonnenbaden? Und wenn nicht, wie nötig ist eigentlich eine Schutzhülle aus Pappe oder Plastik? Enthält diese am Ende sogar schädliche Substanzen wie chlorierte Verbindungen? All das haben wir untersucht.

Die Bewertung
Empfindliche Abzüge gab es vor allem für problematische Mineralölbestandteile. Denn diese werden bei Lippenpflegeprodukten nicht nur auf die Haut gerieben, sondern in nicht unwesentlichen Mengen verschluckt. Bedenkliche UV-Filter und Duftkomponenten, die Allergien auslösen können, sorgten ebenfalls für Abwertungen. In manchen Fällen wirkten sich auch die Weiteren Mängel auf das Gesamturteil aus.

So haben wir getestet

Müssen deklariert sein: Erdölbasierte Inhaltsstoffe verstecken sich hinter Namen wie Petrolatum, Cera Microcristallina oder Paraffinum Liquidum.

Parfüms

So haben wir getestet

Der Einkauf
Ein wohlriechender Duft steht als Geschenk zu Weihnachten hoch im Kurs. Wir kauften deshalb 20 verschiedene Parfümkompositionen mit unterschiedlichen Duftintensitäten in der Preisspanne von rund zehn bis 70 Euro für 30 Milliliter ein: neben einem echten Parfüm überwiegend Eaux de Parfum, auch einige Eaux de Toilette sowie zwei leicht parfümierte Wässerchen. Darunter finden sich große Namen wie Chanel, Dior, Guerlain, Prada, aber auch preiswertere Modemarken wie Bruno Banani, Mexx und S'Oliver sowie vier zertifizierte Naturkosmetikprodukte.

Die Inhaltsstoffe
Die Duftstoffe machen ein Parfüm aus. Wir ließen die Riechwässer deshalb auf allergieauslösende Duftstoffe und auf künstliche Moschusdüfte untersuchen, die sich im Fettgewebe anreichern. Auch Rückstände von hormonell wirksamen Phthalatweichmachern standen auf dem Prüfprogramm.

Die Bewertung
Der Wohlgeruch darf nicht mit bedenklichen Inhaltsstoffen erkauft werden. Duftstoffe, die häufig Allergien auslösen, künstliche Moschusdüfte und bedenkliche UV-Filter sind kein Geschenk für die Haut. Dafür vergeben wir Minuspunkte, die sich addieren können. In Kosmetik verbotene Stoffe wie DEHP werten wir deutlich ab.

So haben wir getestet

Ätherische Öle unterliegen natürlichen Schwankungen. Deshalb ist es für Naturkosmetikhersteller schwierig, die Duftstoffe korrekt zu deklarieren.

Tampons & Menstruationstassen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben zwölf gängige Tamponmarken und drei Bio-Marken eingekauft. Außerdem haben wir aus dem immensen Angebot exemplarisch sechs bekannte Menstruationstassenmodelle ausgewählt: fünf aus dem für die Produktgruppe gängigen Silikon und eine aus TPE, einem thermoplastischen Kunststoff.

Die Inhaltsstoffe
Zwei Produktgruppen, zwei unterschiedliche Testaufbauten: Experten haben die Tampons im Labor auf optische Aufheller, Formaldehyd, halogenorganische Verbindungen und Pestizide untersucht. Die Menstruationstassen haben wir einem umfangreichen Materialscreening unterzogen, außerdem prüften die Labore auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, zinnorganische Verbindungen, Schwermetalle und flüchtige Verbindungen.

Die Praxisprüfung
Die Tampons haben wir in einer synthetischen Vagina, der "Syngina", prüfen lassen: Saugen sie so viel auf, wie vom Hersteller versprochen? Wie stark zerfasern sie beim Entfernen? Und wie gut hält der Rückholfaden der Belastung stand? Bei der Wahl der passenden Menstruationstasse kommt es auf sehr viele individuelle Faktoren an, die umfassend kaum zu simulieren sind. Daher haben wir uns darauf beschränkt, ihre Aufnahmemenge zu messen.

Die Weiteren Mängel
Liegen dem Produkt Informationen zur richtigen Handhabung bei und finden sich Warnhinweise zum Risiko und den Symptomen des Toxischen Schocksyndroms (TSS)? Falls nicht, gab es Punktabzug als Weiteren Mangel.

Die Bewertung
Minuspunkte erhalten die Produkte für aus ÖKO-TEST-Sicht gesundheitlich bedenkliche Schadstoffe. Je mehr Abzüge, desto schlechter das Gesamturteil.

So haben wir getestet

Praxisprüfung im Labor: Mithilfe der sogenannten Syngina-Apparatur bestimmen die Prüfer die Saugfähigkeit des Tampons.

Handcremes

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben für unseren Test insgesamt 25 Handcremes erworben, von denen acht als Naturkosmetik zertifiziert sind. Die Produkte stammen aus Supermärkten, Discountern, Drogerien, Apotheken und Naturwarenläden. Alle sollen trockene, raue und spröde Hände durch zusätzliche Feuchtigkeit pflegen. Auf spezielle Handcremes, beispielsweise gegen Pigmentflecken, haben wir verzichtet. Die teuerste Creme im Test kostet 15,80 Euro pro 100 Milliliter. Die drei günstigsten Produkte sind in gleicher Menge bereits für 0,68 Euro zu haben.

Die Inhaltsstoffe
Mit drei Ausnahmen enthalten alle Testprodukte Parfüm. Wir wollten es genauer wissen und haben die Handcremes im Labor auf allergene Duftstoffe wie Lyral und Cinnamylalkohol untersuchen lassen. Ebenso hat uns interessiert, ob Lilial, PEG/PEG-Derivate, Propylparaben, halogenorganische Verbindungen und Paraffine/Erdölprodukte/Silikone enthalten sind.

Weitere Mängel
Verpackungen lassen sich nicht immer vermeiden, sie sollten aber weder überflüssig noch umweltschädlich sein. Handcremetuben in zusätzlichen Umkartons werden daher abgewertet. Gleiches gilt für PVC/PVDC-chlorierte Verbindungen in den Verpackungen.

Bewertung
PEG/PEG-Derivate, Lilial und halogenorganische Verbindungen fließen mit jeweils zwei Minuspunkten in das Testergebnis Inhaltsstoffe ein. Erhöhte Gehalte an Paraffinen/Erdölprodukten/Silikonen und der Nachweis von Propylparaben führen jeweils zu einer einfachen Abwertung. Gleiches gilt für Lyral und Cinnamylalkohol - unabhängig davon, ob nur ein Duftstoff oder beide enthalten sind.

So haben wir getestet

Maiglöckchengeruch: Wie viele Handcremehersteller setzen auf den umstrittenen Duftstoff Lilial?