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Wandfarben, Antischimmel

So haben wir getestet

Der Einkauf
In Baumärkten und Fachgeschäften haben wir 19 weiße Farben gegen Schimmel eingekauft. Rund die Hälfte ist explizit als Antischimmelfarbe ausgelobt, die meisten anderen als Bad- und/oder Küchenfarbe mit entsprechender Wirkformel. Preislich liegen die eingekauften Produkte zwischen 50 Cent und knapp 3,50 Euro pro Quadratmeter Anstrichfläche.

Die Inhaltsstoffe
Biozide, speziell Fungizide, sollen das Schimmelwachstum unterbinden, viele davon sind aber gesundheits- und/oder umweltschädigend. Wir wollten wissen, welche antimikrobiellen Wirkstoffe in den eingekauften Farben stecken. Auch hat uns interessiert, ob aus den Produkten flüchtige organische Substanzen (VOC) ausgasen und ob sie umstrittene und/oder bedenkliche Konservierungsstoffe enthalten: Besonderes Augenmerk haben wir auf allergieauslösende Isothiazolinone und Formaldehyd/-abspalter gelegt.

Die Deklaration
Von Rechts wegen sind Volldeklarationen nicht vorgeschrieben. Die Hersteller müssen jedoch Biozide/Fungizide und bestimmte Konservierungsstoffe auf den Farbdosen benennen und entsprechende Warnhinweise aufführen. Wir haben überprüft, ob sie ihren Pflichten nachkommen. Außerdem haben wir abgeglichen, inwieweit die deklarierten Wirkstoffe den vorliegenden Laborergebnissen entsprechen.

Die Bewertung
Bedenkliche Wirk- oder Konservierungsstoffe werten wir streng ab. Notenabzüge gibt es zudem für irreführende und/oder unvollständige Herstellerangaben.

So haben wir getestet

Hingeschaut: Uns hat besonders interessiert, welche Biozide und Konservierer deklariert sind.

Heissklebepistolen

So haben wir getestet

Der Einkauf
In Baumärkten kauften wir acht möglichst vielseitig einsetzbare Heißklebepistolen mit Kabelanschluss ein, die auch für kleinere Reparaturen im Haushalt geeignet sein sollten. Wir entschieden uns deshalb für dickere Klebesticks mit etwa elf Millimeter Durchmesser. Unter den Testprodukten sind klassische Klebermarken wie Pattex und Uhu, Elektromarken wie Bosch und Steinel sowie Eigenmarken der Baumärkte. Die Preise liegen zwischen rund 5 und 25 Euro. Für den Test besorgten wir außerdem die Klebepatronen des jeweiligen Anbieters.

Die Praxisprüfung
Das von uns beauftragte Testinstitut unterzog die Heißklebepistolen und die zugehörigen Klebesticks einem umfassenden Praxistest. In allen Schritten beurteilten die Experten die Handhabung und achteten auf Auffälligkeiten und Mängel.

Die Inhaltsstoffe des Klebers
Wir wollten wissen, ob die als lösemittelfrei beschriebenen Klebesticks bei den hohen Temperaturen dennoch flüchtige organische Verbindungen ausgasen. Außerdem ließen wir sie auf bedenkliche Weichmacher untersuchen.

Die Weiteren Mängel
Auf dem Prüfstand standen auch bedenkliche Schwermetalle und chlorierte Verbindungen im Gerät und in der Verpackung. Denn häufig enthalten Kabel oder Kunststoffverpackungen umweltbelastendes PVC.

Die Bewertung
Die Heißklebepistolen sollen in erster Linie gut kleben. Deshalb steht die Bewertung der Praxisprüfung im Vordergrund. Wenn die Klebstoffe jedoch zu stark ausgasen oder Gerät und Verpackung umweltbelastende Stoffe enthalten, verschlechtert dies das Gesamturteil.

So haben wir getestet

Das Bestreichen eines Fotokartons mit Klebstoff zeigte die Grenzen für großflächige Verklebungen auf.

So haben wir getestet

Die Prüfer fügten Latten zu einem Rahmen zusammen und dekorierten ihn mit Glassteinen, Federn, Kastanien und Holzperlen.

So haben wir getestet

Exakt gemessen wurde die Klebekraft (Foto oben), aber auch die Temperaturen an Gehäuse und Spitze sowie die Förderleistung.

Multischleifer

So haben wir getestet

Der Einkauf
In Baumärkten und online haben wir acht Multischleifer eingekauft. Die meisten Geräte in diesem Marktsegment sind netzbetrieben, weshalb sich unsere Auswahl auf solche Geräte beschränkt.

Die Praxisprüfung
Schleifen: Multischleifer, die in der selben Zeit einen höheren Materialabtrag erzielen als ihre Konkurrenten, haben die Nase vorn. Ein von uns beauftragtes Prüflabor hat getestet, wie viel Schleifgut die Geräte in zwei Durchgängen über je fünf Minuten von einer handelsüblichen Holzfaserplatte abtragen. Zudem beurteilten die Experten das Schleifergebnis und die Geräteführung.
Handhabung und Technik: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Wir wollten wissen, wie viel Prozent der Schleifpartikel die Staubbox der Geräte aufnimmt. Ärgerlich ist es zudem, wenn sich die Box kaum vom Gerät abziehen lässt oder sich ihr Deckel nur schwergängig öffnet. Lösen sich derartige Komponenten ruckartig, besteht die Gefahr, dass ein Teil des aufgesaugten Schleifguts neben dem Mülleimer landet. Auch sollten die Multischleifer nicht zu stark vibrieren, da Hand und Arm sonst schnell ermüden.

Die Inhaltsstoffe
Kunststoffteile, etwa gummierte Handgriffe, können bedenkliche Weichmacher und phosphororganische Verbindungen oder auch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten. Einige PAK sind krebsverdächtig oder krebserregend.

Die Weiteren Mängel
PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in Verpackungen belasten die Umwelt. Gleiches gilt für bromierte Flammschutzmittel. Brom auf der Platine im Inneren der Multischleifer legt deren Einsatz nahe.

Die Bewertung
Schleifer sollen schleifen. Deshalb gewichten wir das entsprechende Teilergebnis innerhalb der Praxisprüfung deutlich stärker als das Teilergebnis Handhabung und Technik. Das Testergebnis Praxisprüfung hat einen deutlich größeren Anteil am Gesamturteil als das Testergebnis Inhaltsstoffe.

So haben wir getestet

Weg mit dem Dreck: Wie viel Schleifstaub nehmen die Geräte auf und lassen sich die Staubboxdeckel leicht öffnen?

Öko-Stromtarife

So haben wir getestet

Die Ökologie
Der Tarif soll einen ökologischen Zusatznutzen aufweisen, der über die Anforderungen des EEG hinausgeht. Das bedeutet, dass die Anbieter rund ein Drittel des verkauften Öko-Stroms aus Erneuerbare-Energien-Anlagen beziehen, die nicht älter als sechs Jahre sind. Alternativ können sie auch einen Teil des Strompreises in den Ausbau von regenerativer Stromerzeugung investieren. Der Nachweis kann durch eine Zertifizierung mit dem Ok-Power-Label oder dem Grüner Strom Label Gold erfolgen, alternativ durch unabhängige und fachkundige Gutachter.

Die Ökonomie
Die jährlichen Gesamtkosten der Öko-Stromangebote dürfen maximal 20 Prozent höher als der Durchschnittspreis für konventionelle Stromangebote sein. Die Preise können nach Verbrauchsmenge und Postleitzahlengebiet variieren.

Das konventionelle Stromangebot
Hier wurde untersucht, ob der Öko-Stromanbieter selbst neben zertifiziertem Öko-Strom parallel noch mit konventionellen Produkten am Markt ist und/oder das bei einer Firma aus seinem Firmenverbund der Fall ist.

Die Unternehmensstruktur
Ist der Anbieter unabhängig oder Eigentum oder Miteigentum anderer Unternehmen und welche Unternehmen gehören zum Firmenverbund?

Die Bewertung
Das Geld soll nicht bei Firmen landen, die auch konventionellen Strom verkaufen oder konventionellen Anbietern (teilweise) gehören. Dafür kann es kein "sehr gut" im Gesamtergebnis geben. Noch strenger sind wir, wenn dem konventionellen Angebot Atomstrom beigemixt wird oder ein AKW-Eigner/-Betreiber Teil des Firmenverbunds des Anbieters ist.

Stabmixer

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben zwölf Stabmixer der unteren und mittleren Preisklasse eingekauft. Dabei wählten wir stets das Basismodell ohne zusätzlichen Schnickschnack. Uns kommt es auf das Ergebnis einzig und allein der Pürierstäbe an. Gezahlt haben wir zwischen 16,99 Euro und 69,99 Euro. Der Krups Perfect Mix kommt schon in der Grundausstattung mit einem zusätzlichen Multizerkleinerer daher.

DIe Praxisprüfung
Wie homogen ist die Suppe, wie sämig der Babybrei, wie geschmeidig das Pesto? Aber auch: Wird der Griff heiß, wenn ich mixe? Kann ich schwere Geräte überhaupt bequem benutzen? Und reicht das Kabel von der Steckdose bis zur Herdplatte? All diese Fragen hat unsere Praxisprüfung - nach strengen Laborkriterien - beantwortet.

Die Inhaltsstoffe
Wir haben die Stabmixer auf umstrittene Chloparaffine testen lassen, die die Industrie als Hilfsstoffe einsetzt. Dazu kommen Weichmacher, phosphororganische Verbindungen und weitere bedenkliche Stoffe, die erfahrungsgemäß im Kunststoff stecken könnten.

Die Bewertung
Ganz grundsätzlich gilt: Mixt ein Pürierstab nicht ordentlich, können wir ihn nicht empfehlen. Das ist bei den Geräten unsere erste Prämisse. ÖKO-TEST lässt die beauftragten Labors aber auch überprüfen, ob mit dem Stab womöglich Unerwünschtes ins Essen oder an die Haut kommt. Befürchten wir Schaden für Gesundheit oder Umwelt, gibt es Punktabzug.

So haben wir getestet

Große Käsestücke, ganze Pinienkerne: So sollte ein Pesto alla Genovese definitiv nicht aussehen.