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Einweggeschirr aus nachwachsenden Rohstoffen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 20 Einweggeschirre eingekauft. 13 Teller und Schalen sowie sieben Becher aus unterschiedlichen Materialien, die als "kompostierbar", "biologisch abbaubar" oder "aus nachwachsenden Rohstoffen" ausgelobt sind: Palmblätter, Laub, Zuckerrohr, Pappe und Bio-Kunststoffe auf Basis von Polylactid (PLA), der aus Mais und Rüben hergestellten Polymilchsäure.

Die Inhaltsstoffe
Alle Produkte wurden umfangreich auf Schadstoffe untersucht. Die Labore prüften, je nach Material, auf Formaldehyd, Schwermetalle, halogenorganische Verbindungen, Phthalate und andere Weichmacher sowie auf Melaminkunstharz. Die Produkte aus Palmblättern und Laub analysierten die Experten zusätzlich auf Pestizide, Keime und Schimmelpilze.

Bei Geschirr, das sich für Heißgetränke oder Suppen eignet, wollten wir wissen, ob es auch wirklich dicht hält, wenn es mit heißer Flüssigkeit gefüllt ist. Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen riechen mitunter unappetitlich. Geschulte Sensoriker testeten deshalb für uns alle Produkte auf ihre Aromaintensität.

Die Weiteren Mängel
Auslobungen wie "kompostierbar", "biologisch abbaubar", "fair" und "aus nachhaltiger Forstwirtschaft" verbuchen wir unter den Weiteren Mängeln, wenn sie uns der Anbieter nicht belegen konnte.

Die Bewertung
Für jeden problematischen Inhaltsstoff gibt es Notenabzug, der bei besonders bedenklichen Pestiziden stärker ausfällt. Aber auch für Werbung mit nicht belegten Aussagen gibt es Abzüge, die sich auf das Gesamturteil auswirken.

So haben wir getestet

Unter dem Mikroskop fanden die Laborexperten Schimmel, Bakterien, Milbenkot und wie hier im Bild Hefepilze.

Geschirrspülmittel, Hand, Konzentrat

So haben wir getestet

Der Einkauf
In Supermärkten, Discountern und Drogerien haben wir 21 Handspülmittel eingekauft, darunter bekannte Marken und Eigenmarken sowie Produkte von Naturwarenherstellern. Wenn angeboten, wählten wir Konzentrate oder Spülmittel mit ausgelobter "konzentrierter Wirkformel", andernfalls klassische Varianten.

Die Praxisprüfung
Reinigungsleistung frischer Schmutz: In Spüllaugen aus fünf Litern Wasser und den entsprechend dosierten Produkten reinigten die Prüfer so viele Teller wie möglich. Zunächst haftete normaler, später ein fetthaltigerer Testschmutz auf den Tellern. Die Prüfer hörten auf zu spülen, wenn sich die Schaumdecke auf der Oberfläche des Spülwassers nicht mehr schloss - was als Zeichen einer erschöpften Reinigungsleistung zu werten ist.
Angetrockneter Schmutz: Wie schwer tun sich die Spülmittel mit hartnäckigem Schmutz? Um das zu beurteilen, weichten die Prüfer Edelstahlbleche, auf denen ein Brei aus Haferflocken und Milch eingetrocknet war, in Spülwasser ein. Dann wischten sie mit einem Spültuch und etwas zusätzlichem Spülmittel über das Blech und bewerteten das Resultat.

Die Inhaltsstoffe
Konservierungsstoffe sollen die Mittel vor Verkeimung schützen. Allerdings setzen Hersteller dabei oft auf allergieauslösende Isothiazolinone. Enthalten die Spülmittel PEG/PEG-Derivate oder problematische Duftstoffe wie Lilial?

Die Weiteren Mängel
Sind die Inhaltsstoffe wie vorgeschrieben im Internet aufgelistet und verweisen Links auf den Produktetiketten auf die entsprechenden Internetseiten? Wir haben es überprüft.

Die Bewertung
Wenig Spülmittel, wenig Wasser, viel sauberes Geschirr: Das ist aus unserer Sicht wünschenswert. Das Testergebnis Praxisprüfung ist daher stärker gewichtet als das Testergebnis Inhaltsstoffe.

So haben wir getestet

Wie viel Teller sind möglich? Ein Praxislabor hat getestet, wie effizient die Spülmittel bei verschiedenen Verschmutzungen sind.

Dämmstoffe, Dach

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 15 Dachdämmstoffe eingekauft. Gemäß ihrer Marktbedeutung sind Produkte aus Glaswolle, Zellulose und Holzfaser am stärksten vertreten. Hinzu kommen solche aus Schafwolle, Jute, Kork und Polyurethan. Zwei Modelle sind reine Aufsparrendämmungen, der Rest ist größtenteils nur als Zwischensparrendämmung ausgewiesen. Im Zweifelsfall haben wir uns für die Ausfertigung mit der jeweils niedrigsten Wärmeleitfähigkeit entschieden.

Die Inhaltsstoffe
Direkter Körperkontakt mit den Dämmstoffen ist nach dem Einbau zwar unwahrscheinlich. Trotzdem bergen bestimmte Schadstoffe weiterhin Risiken. So können etwa problematische flüchtige organische Verbindungen (VOC) durch die Verkleidung ausgasen. Auch können sich Schimmelpilze und andere Mikroorganismen beim Einbau in der Raumluft verteilen. Und nicht zuletzt verwenden Hersteller teils umwelt- und gesundheitsschädigende Flammschutzmittel.

Die Bewertung
Weil sich die Auswahl auf Produkte mit "besseren", das heißt niedrigeren Wärmeleitfähigkeiten beschränkt, verzichten wir auf ein Testergebnis Wärmeschutz. Das Gesamturteil entspricht dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Negativ wirkt es sich etwa aus, wenn Produkte sehr empfänglich für Pilze und Bakterien sind oder sie große Mengen zinnorganischer Verbindungen enthalten.

So haben wir getestet

Blau eingefärbt: Unter dem Mikroskop zeigte sich, welche Dämmstoffe besonders empfänglich für Pilzsporen sind.

Multischleifer

So haben wir getestet

Der Einkauf
In Baumärkten und online haben wir acht Multischleifer eingekauft. Die meisten Geräte in diesem Marktsegment sind netzbetrieben, weshalb sich unsere Auswahl auf solche Geräte beschränkt.

Die Praxisprüfung
Schleifen: Multischleifer, die in der selben Zeit einen höheren Materialabtrag erzielen als ihre Konkurrenten, haben die Nase vorn. Ein von uns beauftragtes Prüflabor hat getestet, wie viel Schleifgut die Geräte in zwei Durchgängen über je fünf Minuten von einer handelsüblichen Holzfaserplatte abtragen. Zudem beurteilten die Experten das Schleifergebnis und die Geräteführung.
Handhabung und Technik: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Wir wollten wissen, wie viel Prozent der Schleifpartikel die Staubbox der Geräte aufnimmt. Ärgerlich ist es zudem, wenn sich die Box kaum vom Gerät abziehen lässt oder sich ihr Deckel nur schwergängig öffnet. Lösen sich derartige Komponenten ruckartig, besteht die Gefahr, dass ein Teil des aufgesaugten Schleifguts neben dem Mülleimer landet. Auch sollten die Multischleifer nicht zu stark vibrieren, da Hand und Arm sonst schnell ermüden.

Die Inhaltsstoffe
Kunststoffteile, etwa gummierte Handgriffe, können bedenkliche Weichmacher und phosphororganische Verbindungen oder auch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten. Einige PAK sind krebsverdächtig oder krebserregend.

Die Weiteren Mängel
PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in Verpackungen belasten die Umwelt. Gleiches gilt für bromierte Flammschutzmittel. Brom auf der Platine im Inneren der Multischleifer legt deren Einsatz nahe.

Die Bewertung
Schleifer sollen schleifen. Deshalb gewichten wir das entsprechende Teilergebnis innerhalb der Praxisprüfung deutlich stärker als das Teilergebnis Handhabung und Technik. Das Testergebnis Praxisprüfung hat einen deutlich größeren Anteil am Gesamturteil als das Testergebnis Inhaltsstoffe.

So haben wir getestet

Weg mit dem Dreck: Wie viel Schleifstaub nehmen die Geräte auf und lassen sich die Staubboxdeckel leicht öffnen?

Elektrotacker

So haben wir getestet

Der Einkauf
In Baumärkten und online haben wir sechs Tacker mit Netzstecker und drei mit Akku eingekauft, darunter wichtige Marken wie Novus, Bosch oder Black & Decker. Die Tacker sollten für Heimwerker erschwinglich sein, für den günstigsten haben wir knapp 30 Euro bezahlt, den teuersten gab es für 94 Euro.

Der Praxistest
Im Labor mussten die Tacker ihr Können mit 10-Millimeter- bzw. 15-Millimeter-Klammern (Einhell) an mehreren Materialien unter Beweis stellen, darunter Weich- und Hartholz sowie Kunststoff. Natürlich wurden die Geräte auch auf sicherheitsrelevante Aspekte untersucht, etwa ob der Abzug gut gegen ungewolltes Auslösen gesichert ist und die Isolierung taugt. In der Belastungsprüfung mussten die Tacker 20.000 Auslösungen (ohne Klammern) schaffen. Lautstärke und Erwärmung prüften die Experten ebenso wie die Vibration, die vom Tacker auf die Hand übergeht. Schließlich testeten sie unter anderem auch, wie gut sich mit den Tackern in Randbereichen arbeiten lässt, ob man die Schlagkraft am Gerät regulieren kann und ob die mitgelieferten Informationen zum Produkt verbraucherfreundlich sind.

Die Inhaltsstoffe
Wir ließen im Labor analysieren, ob sich in Griffen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe befinden, eine Gruppe von Stoffen, von denen manche krebserregend sind. Außerdem wollten wir wissen, ob unnötigerweise phosphororganische Verbindungen eingesetzt werden, die häufig nervengiftig wirken - oder Weichmacher, von denen manche hormonell wirken. Zudem interessierte uns, ob sich auf den Platinen der Tacker Hinweise auf umweltschädliche bromierte Flammschutzmittel finden. Und die Untersuchung auf umweltbelastende chlorierte Verbindungen gehört bei ÖKO-TEST ohnehin zum Standard.

Die Bewertung
Tacker müssen gut funktionieren und dabei sicher sein, deshalb gehen das Teilergebnis Tackern zu 50 Prozent und das Teilergebnis Sicherheit zu 30 Prozent in das Testergebnis Praxisprüfung ein. 20 Prozent macht demgegenüber das Teilergebnis Handhabung und Gebrauchsanleitung aus. Das Testergebnis Praxisprüfung kann insgesamt nicht besser sein als das Teilergebnis Tackern und verschlechtert sich zudem um eine Note, wenn die Belastungsprüfung Indizien auf mangelnde Robustheit lieferte. Auffällig hohe Mengen an Schadstoffen haben in Werkzeug nichts zu suchen, deshalb geht das Testergebnis Inhaltsstoffe zu 30 Prozent in das Gesamturteil ein.