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Bratpfannen, antihaftbeschichtet

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 16 Bratpfannen gekauft: fünf Edelstahlpfannen und elf aus Aluminium. Die Gemeinsamkeit? Alle sind beschichtet. Welche Beschichtung aus welchem Material ist, lässt sich für den Käufer häufig schwer nachvollziehen, da diese Information hinter Bezeichnungen wie "Greblon", "Ilag" oder "Thermolon Granite" versteckt ist. Häufig ist sogar gar nichts angegeben. Im Wesentlichen sind aber zwei Beschichtungen gängig: die Kunststoff- und die Keramikbeschichtung. Wir haben Pfannen in beiden Varianten für den Test eingekauft.

Die Praxisprüfung
Bratpfannen sind in den meisten Haushalten im Dauereinsatz. Da müssen sie schon einiges aushalten. Wir haben sie umfangreich auf ihre Alltagstauglichkeit überprüft. Im Testlabor ließen wir Pfannkuchen backen und Spiegeleier braten. Welches Bild geben die Pfannen im Neuzustand ab? Überstehen die Beschichtungen den Abriebtest, bei dem 150 Stahlkugeln und ein Gemisch aus Scheuermilch, Wasser und feinem Staub eine halbe Stunde in der Pfanne rotieren? Auch stabil sollte die Pfanne sein. Hält der Griff? Was passiert, wenn sie aus einem Meter Höhe mal runterfällt? Wie korrosionsanfällig ist sie? All diesen Fragen ist unser Labor nachgegangen. Außerdem haben wir messen lassen, wie heiß der Griff beim Braten wird und ob der Pfannenboden auch größere Hitze aushält. Dafür haben die Prüfer die Pfannen mit Wasser gefüllt und auf 200 Grad erhitzt. Nach Abschrecken mit kaltem Wasser darf sich der Pfannenboden nicht nach außen beulen.

Die Inhaltsstoffe
Wir haben die Kunststoffgriffe auf die Schwermetalle Cadmium und Blei untersucht. Bei den vier Pfannen mit Edelstahlgriffen haben wir auf die Analyse verzichtet, da dieses Material als unproblematisch gilt.

Die Bewertung
Da die Untersuchungen auf bedenkliche Inhaltsstoffe in den Kunststoffgriffen glücklicherweise negativ waren, beruht das Gesamtergebnis auf der Praxisprüfung. Zur Hälfte gehen die "Praktischen Versuche" in das Gesamturteil ein. Wie gut in der Pfanne gebraten werden kann, ist entscheidend für die Beurteilung. Ein Viertel machen die "Thermischen Messungen" aus. Wird der Griff zu heiß oder kann die Pfanne nicht mehr effizient genutzt werden, weil sie nicht mehr richtig auf der Herdplatte aufliegt, sind das Qualitätseinbußen. Beschichtete Pfannen sollten auch besonders gut zu reinigen sein. Das ist Teil des Teilergebnisses "Antihafteigenschaften", das zu 15 Prozent zur Gesamtnote beiträgt. Zehn Prozent macht die mechanische Stabilität der Pfanne aus.

So haben wir getestet

Spiegeleier lassen sich bei der WMF Profi Resist trotz Beschichtung nicht vollständig aus der Pfanne entfernen.

So haben wir getestet

Hat sich der Pfannenboden durch die Hitze gewölbt wie hier, liegt er nicht mehr eben auf der Herdplatte auf.

So haben wir getestet

Den Falltest aus einem Meter Höhe nicht überstanden: Der abnehmbare Griff der Woll Titanium Nowo ist gelöst und zerbrochen.

Kühlboxen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Neben passiven Kühlboxen, die Verbraucher wie eine Kühltasche mit Kühlakkus oder Eis füllen, haben sich in jüngerer Zeit strombetriebene Modelle etabliert. Die thermoelektrischen Modelle erzielen ihre Leistung per Peltier-Kühlelement, das über den Zigarettenanzünder im Auto oder eine Steckdose Strom erhält. Da die teuren und schweren Kühlboxen mit Absorbern oder Kompressoren weniger für einen Kurzausflug oder für ein Picknick geeignet sind, haben wir uns beim Einkauf für acht thermoelektrische und sechs passive Kühlboxen entschieden.

Die Gebrauchseignung
Im Praxislabor prüften die Experten alle Boxen auf ihre Isolationsfähigkeit. Sie ermittelten, um wie viel Grad sich die Temperatur des Wassers, mit dem sie sie befüllten, nach vier Stunden Gebrauch erhöhte. Zudem testete das Labor alle Behältnisse auf Stabilität, Verarbeitung und Handhabung. Die thermoelektrisch betriebenen Modelle untersuchten die Experten zusätzlich auf ihre Abkühlleistung, Energieeffizienz und Lautstärke. Da die Boxen mit elektrischen Peltier-Elementen nichts im Regen zu suchen haben, ließen wir nur die passiven Modelle auf Wasserdichtigkeit prüfen.

Die Inhaltsstoffe
Kühlboxen bestehen aus Kunststoff. Die Wände, der Boden und der Deckel haben meist einen Hohlraum, der mit Isoliermaterial aus Polystyrol (Styropor) oder Polyurethan gefüllt ist. Wir ließen die Kunststoffe im Labor auf PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen und giftige Schwermetalle prüfen. Das Isoliermaterial sowie Weichkunststoff- oder Gummibestandteile unterzogen wir einem umfangreichen Schadstoffscreening, das unter anderem Weichmacher und Flammschutzmittel in den Fokus nahm. Weichplastikteile wurden zudem auf krebserregende und krebsverdächtige polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) untersucht.

Die Bewertung
Eine Kühlbox sollte in erster Linie gut funktionieren. Deshalb gewichten wir die Gebrauchseignung in unserer Bewertung mit 70 Prozent. Das Produkt sollte aber auch frei von Schadstoffen sein.

So haben wir getestet

Wie gut ist die Isolation? Im Klimaschrank testeten die Laborexperten, um wie viel Grad sich die Innentemperatur in vier Stunden erhöhte.

Korkparkett

So haben wir getestet

Der Einkauf
Handwerklich geschickte und/oder schnell entschlossene Verbraucher, die ganz ohne Beratung auskommen, kaufen ihr neues Korkfertigparkett problemlos im Baumarkt. Wer etwas mehr fachmännische Anleitung - und vielleicht auch jemanden zum Verlegen - braucht, wird einen Fachhandel aufsuchen. Wir haben uns aus den Sortimenten beider Varianten bedient und Korkbeläge diverser Hersteller zwischen 13,99 Euro und 34,51 Euro pro Quadratmeter eingekauft.

Die Inhaltsstoffe
Aus Fußböden können problematische Verbindungen - darunter krebsverdächtiges Formaldehyd - ausgasen und die Raumluft belasten. Da Korkparkett ebenso wie andere Beläge aus mehreren und unterschiedlichen Materialschichten besteht, haben wir außerdem umfassend auf Schadstoffe wie Schwermetalle und PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen testen lassen.

Die elektrostatische Oberflächenspannung
Bodenbeläge können sich durch Reibung elektrostatisch aufladen. Im Labor haben Experten alltagstypische Belastungen bei üblichen Raumbedingungen nachgeahmt und gemessen, wie viel Spannung sich dabei über dem Boden aufbauen kann.

Die Praxisprüfung
Ein Prüflabor hat die Korkböden unterschiedlichen Normprüfungen unterzogen: Stimmen die geometrischen Abmessungen mit den angegebenen Maßen überein? Wie robust ist ein Boden beim Verschieben von Möbelstücken? Wie beständig ist Kork gegen Flecken oder Stuhlrollen?

Die Bewertung
Für Schadstoffe wie halogenorganische Verbindungen gibt es eine Note Abzug. Weil ein verlegter Boden langlebig sein soll, muss er sich im Praxistest robust zeigen. Versagt ein Produkt im Stuhlrollenversuch und bekommt Risse oder es platzt die Deckschicht ab, verschlechtert sich das Testergebnis um bis zu zwei Noten. Gleiches gilt, wenn die geometrischen Abmessungen nicht den Anforderungen entsprechen. Das Testergebnis Inhaltsstoffe fließt zu 30 Prozent, das Testergebnis Elektrostatische Oberflächenspannung zu 10 Prozent und das Testergebnis Geometrische Abmessungen und Beständigkeitsprüfungen zu 60 Prozent in das Gesamturteil ein.

So haben wir getestet

Alle Testprodukte kamen unter die Räder, aber nur fünf Korkfußböden hielten dem Stuhlrollenversuch nicht stand.

Holzdielen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben in Baumärkten zwölf geölte Holzdielen eingekauft, davon vier aus massivem Holz, die übrigen sind Fertigparkettdielen, meist als Landhausdiele bezeichnet. Die Preise schwanken zwischen etwa 30 und 73 Euro pro Quadratmeter. Da in einigen Baumärkten eine Klebefolie zum Verlegen der Massivholzdielen angeboten wurde, wollten wir auch wissen, was diese leistet.

Die Praxisprüfung
Die einzelnen Dielen sollen beim Verlegen gut zueinander passen und eine ebene Oberfläche bilden. Das bedeutet, dass die Maße nicht zu sehr voneinander abweichen und die Dielen sich nicht zu sehr krümmen dürfen. Für ganz wichtig halten wir eine ausreichende Nutzschichtdicke bei Fertigparkett, damit es später mehrfach abgeschliffen werden kann und wie Massivholzdielen wirklich eine Anschaffung fürs Leben ist. All dies ließen wir prüfen, zumal es dazu auch Anforderungen europäischer Normen gibt. Auch die Widerstandsfähigkeit gegenüber Flüssigkeiten und Chemikalien standen auf dem Prüfstand, denn geölte Oberflächen gelten gemeinhin als empfindlich.

Die Inhaltsstoffe
ÖKO-TEST wollte natürlich auch wissen, inwieweit die Bodenbeläge flüchtige organische Verbindungen, einschließlich Formaldehyd, ausgasen. Formaldehyd kann bereits von Natur aus im Holz enthalten sein, aber auch - wie die anderen Verbindungen - in Klebstoffen oder Öllasuren stecken. Auch andere bedenkliche oder umstrittene Inhaltsstoffe wie Schwermetalle oder halogenorganische Verbindungen wurden analysiert.

Die elektrostatische Oberflächenspannung
Bodenbeläge können sich durch Reibung elektrostatisch aufladen. Da manche Öloberflächen wie Beschichtungen wirken, ließen wir dieses Mal auch die Holzdielen dahingehend untersuchen. Im Labor wurden alltagstypische Belastungen unter üblichen Raumbedingungen nachgeahmt und gemessen, wie viel Spannung sich dabei über dem Boden aufbauen kann.

Die Bewertung
Sowohl Inhaltsstoffe als auch Praxistauglichkeit sind für uns sehr wichtig, sodass sich das Gesamturteil am schlechtesten dieser Testergebnisse orientiert. Fertigparkettdielen mit sehr geringer Nutzschichtdicke und empfindlicher Oberfläche können aus dem Praxistest nicht besser als mit "ausreichend" herausgehen. Weitere Mängel, wie keine oder eine falsche Angabe der Nutzschichtdicke, verschlechtern das Testergebnis Praxisprüfung.

So haben wir getestet

Abmessungen und Nutzschicht wurden mit präzisen Messinstrumenten ermittelt.

So haben wir getestet

So wie auch unter dem Mikroskop.

So haben wir getestet

Mit Chemikalien getränkte Filterpapiere wirken einige Zeit ein.

Wandfarbe, grau

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 15 fertig abgemischte graue Wandfarben eingekauft. Die Produkte werden überwiegend von Baumärkten verkauft. Mit Baufix haben wir auch eine Marke im Test, die direkt übers Internet vertrieben wird.

Die Inhaltsstoffe
Wir haben uns gefragt, ob aus den Farben flüchtige organische Verbindungen (VOC) ausgasen können. Zudem wurden die Rezepturen auf bedenkliche oder umstrittene Konservierer wie Formaldehyd und Isothiazolinone hin analysiert. Auch umstrittene halogenorganische Verbindungen standen auf der Fahndungsliste der von uns beauftragten Labore.

Die Deklaration
Wie verbraucherfreundlich gestalten Anbieter die Etiketten auf den Eimern? Sie sollten umfassend über die Farbe und ihre Verwendung informieren: mit vollständigen Angaben zu Inhalts- und Konservierungsstoffen sowie Hinweisen für Allergiker und zur Entsorgung. Auch Antworten darauf, für wie viele Quadratmeter Wand die Farbe ausreicht und wie gut sie hält, sollten die Produkte liefern.

Die Weiteren Mängel
Halten die Farben die Deklarationskriterien des Blauen Engels ein, wenn sie ihn tragen? Ein Labor untersuchte zudem, ob umweltschädigende chlorierte Verbindungen in der Verpackung stecken.

Die Bewertung
Der Schwerpunkt der Bewertung (70 Prozent) liegt auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe, denn Verbraucher sollten sich keine Problemstoffe in die Wohnung streichen. Für diese gab's vorrangig Abwertungen. In diesem Test betrifft es die vermeidbaren VOC. Das Testergebnis Deklaration macht 30 Prozent des Gesamturteils aus.

So haben wir getestet

Mit einem Gas-Chromatographen mit Massenspektrometer fahndete das beauftragte Labor nach flüchtigen organischen Verbindungen.

So haben wir getestet

Mit dem bloßen Auge kaum lesbar waren die Entsorgungshinweise auf einem Farbeimer von Wilckens. Das Gros der Anbieter gestaltet Etiketten mittlerweile zum Glück wesentlich verbraucherfreundlicher.