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Heißklebepistolen

So haben wir getestet

Der Einkauf
In Baumärkten kauften wir acht möglichst vielseitig einsetzbare Heißklebepistolen mit Kabelanschluss ein, die auch für kleinere Reparaturen im Haushalt geeignet sein sollten. Wir entschieden uns deshalb für dickere Klebesticks mit etwa elf Millimeter Durchmesser. Unter den Testprodukten sind klassische Klebermarken wie Pattex und Uhu, Elektromarken wie Bosch und Steinel sowie Eigenmarken der Baumärkte. Die Preise liegen zwischen rund 5 und 25 Euro. Für den Test besorgten wir außerdem die Klebepatronen des jeweiligen Anbieters.

Die Praxisprüfung
Das von uns beauftragte Testinstitut unterzog die Heißklebepistolen und die zugehörigen Klebesticks einem umfassenden Praxistest. In allen Schritten beurteilten die Experten die Handhabung und achteten auf Auffälligkeiten und Mängel.

Die Inhaltsstoffe des Klebers
Wir wollten wissen, ob die als lösemittelfrei beschriebenen Klebesticks bei den hohen Temperaturen dennoch flüchtige organische Verbindungen ausgasen. Außerdem ließen wir sie auf bedenkliche Weichmacher untersuchen.

Die Weiteren Mängel
Auf dem Prüfstand standen auch bedenkliche Schwermetalle und chlorierte Verbindungen im Gerät und in der Verpackung. Denn häufig enthalten Kabel oder Kunststoffverpackungen umweltbelastendes PVC.

Die Bewertung
Die Heißklebepistolen sollen in erster Linie gut kleben. Deshalb steht die Bewertung der Praxisprüfung im Vordergrund. Wenn die Klebstoffe jedoch zu stark ausgasen oder Gerät und Verpackung umweltbelastende Stoffe enthalten, verschlechtert dies das Gesamturteil.

So haben wir getestet

Das Bestreichen eines Fotokartons mit Klebstoff zeigte die Grenzen für großflächige Verklebungen auf.

So haben wir getestet

Die Prüfer fügten Latten zu einem Rahmen zusammen und dekorierten ihn mit Glassteinen, Federn, Kastanien und Holzperlen.

So haben wir getestet

Exakt gemessen wurde die Klebekraft (Foto oben), aber auch die Temperaturen an Gehäuse und Spitze sowie die Förderleistung.

Arbeitshandschuhe, Markenprodukte

So haben wir getestet

Der Einkauf
Im ÖKO-TEST Arbeitshandschuhe 2012 waren alle sehr günstigen Produkte stark schadstoffbelastet. Wir wollten wissen, inwieweit höherpreisige Modelle verträglichere Alternativen darstellen. In Baumärkten und Online-Shops haben wir 14 Produkte ab rund neun Euro aufwärts erstanden. Wichtig war uns, dass sich die Arbeitshandschuhe für verschiedene handwerkliche Tätigkeiten eignen - also nicht zu steif sind, einen festen Griff ermöglichen und die Hände bei häufigen Arbeiten wie Montagen oder dem Heben von Gegenständen schützen.

Die Inhaltsstoffe
Analog zum vorangegangenen Test nahmen die von uns beauftragten Labore eine Vielzahl an Schadstoffen ins Visier: unter anderem krebserregende und krebsverdächtige Substanzen wie aromatische Amine, bestimmte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Chrom-VI (Chromat). Letztgenanntes ist zudem ein starkes Kontaktallergen, das sich speziell in Lederprodukten durch Rückstände der Chromgerbung bilden kann. Ebenso interessierte uns, ob die Handschuhe allergieauslösende Dispersionsfarben enthalten und/oder hormonell wirksame beziehungsweise verdächtigte Stoffe wie bedenkliche Phthalate und zinnorganische Verbindungen.

Die Bewertung
Arbeitshandschuhe sollen schützen und nicht schädigen. Produkte, die gesetzliche Grenzwerte für gefährliche Stoffe in Textil- und Ledererzeugnissen mit Hautkontakt überschreiten, sind von vornherein "ungenügend". Starke Punktabzüge gibt es zudem, wenn große Mengen anderer krebserregender und krebsverdächtiger Substanzen wie Anilin und entsprechende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten sind. Gleiches gilt für gesetzlich reglementierte Weichmacher.

So haben wir getestet

Das geht auf keine Kuhhaut: Verbleiben Chromsalze als Produktionsrückstände im Gewebe, können sie Chromat bilden.

Kopfkissen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Unsere Einkäufer haben in Fachgeschäften, Warenhäusern und im Onlinehandel 20 Kopfkissen im Format 80 x 40 Zentimeter eingekauft. Der Schwerpunkt lag auf Synthetik, drei weitere sind mit Naturlatex und vier mit Wolle oder Baumwolle gefüllt, einmal in Kombination mit der Pflanzenfaser Kapok. Die Preisunterschiede sind enorm, die Spanne reicht von rund vier Euro für ein Polyesterkissen bis hin zu knapp 90 Euro für ein Schurwollkissen.

Die Inhaltsstoffe
Jedes Material hat seine Besonderheiten, sodass Labore neben einigen Textil-Standardparametern wie Formaldehyd und halogenorganischen Verbindungen, die in Ausrüstungen und Farbstoffen stecken können, unterschiedliche Substanzen analysiert haben. Bei der Produktion von Polyester werden Antimonverbindungen eingesetzt. Ob sich beim Schwitzen die Antimonrückstände lösen, stand deshalb für die synthetischen Produkte auf dem Prüfprogramm. Bei Latexfüllungen dagegen untersuchten Experten, ob krebserregende Nitrosamine ausgasen, die bei der Vulkanisation entstehen können. Und bei Woll- und Pflanzenfasermaterialien wollten wir wissen, ob Pestizidrückstände vorhanden sind. Außerdem ließen wir die Naturfasern unter die Lupe nehmen, um zu klären, ob sie wirklich das sind, was die Hersteller versprechen.

Die Weiteren Mängel
Darunter fassen wir umweltbelastende Stoffe, etwa optische Aufheller ohne Hautkontakt und Rückstände von Nonylphenolethoxylaten zusammen.

Die Bewertung
Problematische Inhaltsstoffe wie lösliches Antimon oder Mängel bei der Faserzusammensetzung führen zu Minuspunkten. Deutliche Weitere Mängel können das Gesamturteil verschlechtern.

So haben wir getestet

Unter dem Rasterelektronenmikroskop lassen sich Baumwoll- und Viskosefasern im Kissen Baumwolle/Kapok vom Waschbär-Versand gut unterscheiden.

Saugroboter

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben acht aktuelle Saugrobotermodelle ohne Wischfunktion eingekauft, darunter mehrere bekannte Staubsauger-Marken. Bewusst haben wir uns für verschiedene Preisklassen entschieden: Für das teuerste Gerät haben wir rund 700 Euro bezahlt, für das günstigste nur knapp 115 Euro.

Die Praxisprüfung
Ein auf Haushaltsgeräte spezialisiertes Prüfinstitut hat die Roboter gründlich gecheckt. Auf Laminat und Kurzflorteppich mussten sie genormten Staub und andere Verunreinigungen aufsaugen - stets in maximaler Leistungseinstellung. Die Experten prüften auch Umwelteigenschaften wie Lautstärke, Feinstaubemission und Energieverbrauch. Sie beurteilten Handhabung und Ausstattung, etwa wie die Geräte navigieren, ob die Steuerung via Fernbedienung oder App möglich ist und wie leicht sich die Staubbox leeren lässt. Darüber hinaus nahmen Mitarbeiter des Instituts alle Saugroboter mit nach Hause und testeten ihre Alltagstauglichkeit.

Die Weiteren Mängel
Von einem Schadstofflabor ließen wir alle Geräte auf chlorierte Verbindungen prüfen. Diese Stoffe belasten die Umwelt in Produktion und Entsorgung.

Die Bewertung
Saugroboter müssen vor allem eins können: gut saugen. Deshalb haben wir das Teilergebnis Saugen mit 80 Prozent gewichtet. Daneben sollen sie aber auch benutzerfreundlich ausgestattet, einfach zu handhaben und in puncto Umwelteigenschaften akzeptabel sein.

So haben wir getestet

Gesaugt, getan! In einem Laminat-Testfeld mit Prüfstaub mussten die Roboter 15 Minuten lang ihr Können beweisen.

Organische Rasendünger

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben elf organische Rasendünger aus Tier- und Pflanzenmaterial wie Horn, Knochenmehl und Traubenkernen eingekauft. Bei allen handelt es sich um sogenannte NPK-Dünger, die den Boden mit Stickstoff, Phosphat und Kalium versorgen. Das günstigste Produkt kostet pro Kilogramm zwei Euro, das teuerste mit 5,71 Euro pro Kilogramm fast das Dreifache.

Die Inhaltsstoffe
Enthalten die eingekauften Rasendünger Schadstoffe, die über das Grundwasser umweltbelastend sein können? Wir ließen die Produkte unter anderem auf 360 Pestizide, giftige Dioxine, Schwermetalle und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) untersuchen, von denen einige als krebserregend oder krebsverdächtig eingestuft sind. Auch wollten wir wissen, ob in den Düngern krankheitserregende Bakterien wie Salmonellen stecken.

Die Deklaration
Halten die Dünger zumindest grundlegend, was sie versprechen? Wir haben prüfen lassen, inwieweit die analysierten Laborwerte für die Nährstoffe Stickstoff, Phosphat, Kalium, Magnesium und Schwefel mit den entsprechenden Verpackungsangaben übereinstimmen. Außerdem hat uns interessiert, ob die Nährstoffe rechtskonform deklariert sind.

Die Bewertung
Besonders streng werten wir bakterielle Krankheitserreger ab, wenn sie die in der deutschen Düngemittelverordnung formulierte Höchstkonzentration überschreiten. In solchen Fällen ist ein Produkt "ungenügend" und bekommt den Stempel "nicht verkehrsfähig". Negativ auf das Gesamturteil wirken sich auch Pestizide, Schwermetalle und Mankos bei der Produktdeklaration aus.

So haben wir getestet

Deklaration und Wahrheit. Wir haben die Nährstoffanteile der eingekauften Dünger im Labor analysieren lassen und anschließend mit den Herstellerangaben verglichen.