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Ratgeber: Solarthermische Systeme

Spezial Energie
vom 06.10.2016

Solarthermische Systeme

Einladung an die Sonne

Solarthermische Anlagen sind die Klassiker unter den erneuerbaren Heizsystemen. Doch ihr Absatz schwächelt. Dabei sprechen gute Argumente für die direkte Nutzung der Sonnenwärme.

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06.10.2016 | So richtig kann niemand etwas gegen die Sonnenwärme sagen. Sie für warmes Wasser und Heizung zu nutzen, ist sinnvoll. Denn über 70 Prozent der in privaten Haushalten verbrauchten Energie wird als Wärme benötigt. Für einen Umstieg von Öl und Gas auf erneuerbare Energieträger ist Solarthermie also erste Wahl. Das Potenzial ist da, die Technik und der Bedarf auch. Denn nur ein Prozent des Wärmebedarfs in privaten Gebäuden wird heute von der Sonne gedeckt. Warum geht es dann mit der an und für sich einfach zu beherrschenden Technologie seit Jahren rückwärts?

Zum einen liegt es sicherlich am Preis: Um die 850 Euro pro Quadratmeter installierter Kollektorfläche muss man investieren. Der Wert ist seit Jahren in etwa gleich, was auch an steigenden Rohstoffkosten liegt. Gleichzeitig haben die Montagekosten einen hohen Anteil am Anlagenpreis, und zurzeit sind Heizungsbetriebe gut mit anderen Aufgaben ausgelastet. Steht der oft unvorhergesehene Komplettaustausch einer alten Heizung an, fehlt zudem oft die Zeit und die Bereitschaft, zusätzlich eine Solaranlage zu installieren. Sicherlich spielt auch das Image eine Rolle, Strom aus Sonnenlicht zu machen klingt einfach cooler und brachte etliche Jahre lang ja auch eine ansehnliche Rendite - dank massiver Subventionen zulasten vor allem privater Stromkunden.

Fachleute wie Timo Leukefeld, Energieexperte und Honorarprofessor an der Berufsakademie Sachsen, und Matthias Hüttmann, Journalist und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), plädieren angesichts dieser Ausgangslage für den Mut zu größeren Anlagen. Ihr Argument: Eine größere Anlage liefert auch Wärme zum Heizen; mit ihrer Größe steigt der Anteil, den die Solaranlage decken kann von 10 bis 15 Prozent auf 20 bis 30 Prozent des Energieverbrauchs. Damit spart die Sonnenwärme schon einen spürbaren Anteil der Heizkosten. Doch dafür seien viele Standardanlagen zur Heizungsunterstützung zu klein dimensioniert, kritisieren die Experten. Statt sich auf die vorgefertigten Pakete zu beschränken, sollten Bauherren für ein Einfamilienhaus größere Anlagen zur Heizungsunterstützung in Betracht ziehen, mit zum Beispiel 24 Quadratmetern Kollektorfläche und einem 1.200 Liter fassenden Pufferspeicher. Die bekommt man aber nicht beim Installateur um die Ecke, sondern von Fachbetrieben, die sich auf Solarthermie spezialisiert haben. Die Chancen stehen gut, dass sich diese Idee durchsetzt. Denn vor allem zur energetischen Optimierung bestehender Gebäude ist die staatliche Förderung beachtlich.

Doch bei aller Euphorie über die attraktive Förderung gilt es, die technischen Voraussetzungen im Blick zu behalten. Schließlich müssen die Kollektoren aufs Dach passen und dieses einigermaßen nach Süden weisen, Südwesten oder Südosten sind auch ok. Auch geteilte Kollektorfelder nach Osten und Westen sind möglich, die Anlage muss dann aber entsprechend geregelt werden. Je steiler die Kollektoren montiert sind, umso effektiver arbeiten sie in der Übergangszeit u

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