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Skihelme

Hals- und Beinbruch

Ein Helm soll Skifahrer vor schweren Kopf- und Hirnverletzungen schützen. ÖKO-TEST hat die Probe gemacht und zehn Modelle in die Labore geschickt. Sieben Modelle bestanden sogar die erweiterten Härteprüfungen. Doch es gibt starke Einschränkungen beim Komfort.

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20.10.2016 | Wir wollten wissen, wie gut Skihelme schützen. Dafür haben wir zehn Modelle eingekauft und in aufwendigen Praxisprüfungen unter die Lupe genommen. Dass sie keine gesundheitsschädigenden Substanzen enthalten sollen, mussten die Helme im Schadstofftest beweisen.

Das Testergebnis

Von zehn Skihelmen haben sieben Modelle den Teilbereich Schutzfunktion mit "sehr gut" bestanden, drei weitere mit "gut". Abzüge im Praxistest gab es für Mängel in der Handhabung, beim Tragekomfort und der Verarbeitung. Im Bereich Inhaltsstoffe wurde für den Nachweis bedenklicher Substanzen in der Helmauskleidung sowie in anderen Kunststoffteilen abgewertet. Gesamtfazit: Sechs Skihelme können wir mit "gut" empfehlen.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Ein Helm muss technisch auf dem neuesten Stand sein. Unsere Einkäufer haben zehn aktuelle Skihelme der Klasse B ausgesucht, also Halbschalenmodelle, wie sie die überwiegende Mehrheit auf der Piste trägt. Die Preise lagen zwischen 16,90 Euro und 149,95 Euro.

Praxistest
Wir haben ein für die Prüfung von Skihelmen akkreditiertes Labor beauftragt, alle Modelle nach den Ansprüchen der aktuell gültigen Norm DIN EN 1077 zu testen. Zunächst wurden die technischen Schutz- und Sicherheitsanforderungen für Helme der Klasse B getestet. Dabei wurde überprüft, wie gut die Helme Stöße dämpfen, ob spitze Gegenstände durchdringen oder ob sie zu leicht vom Kopf abstreifen. Nicht erst seit dem VW-Skandal kennt auch ÖKO-TEST die Tücken und Schlupflöcher praktischer Normprüfungen. Deshalb testen wir allen Kritikern zum Trotz häufig strenger nach. So auch im aktuellen Skihelmtest. Wir wollten wissen, wie gut die Modelle auch den Kriterien nach Normklasse A standhalten, also für die Helme, die etwa von Spitzensportlern bei Weltcuprennen getragen werden. Darüber hinaus haben Laborexperten und Probanden die Handhabung und den Tragekomfort der Produkte beurteilt. Wackelt der Helm trotz engster Einstellung? Lässt sich die Skibrille leicht oder eher umständlich festmachen? Und wie gut kann ein Skifahrer eigentlich Geräusche durch die Ohrpolster wahrnehmen?

Schadstoffe
Helmelemente, mit denen der Träger in Hautkontakt kommt, kamen zur Schadstoffanalyse ins Labor. Die Auskleidung der Helme sowie weitere Kunststoffteile wurden auf verbotene Azo- und Dispersionsfarbstoffe und optische Aufheller untersucht. Außerdem hat ein Labor Teile auf bedenkliche Weichmacher (Phthalate) getestet.

Bewertung
Ein Skihelm soll seinen Träger bei einem Sturz oder Unfall vor Kopfverletzungen schützen. Ebenso sollten keine Substanzen enthalten sein, die ein Gesundheitsrisiko darstellen. Wir haben den Praxistest mit 70 Prozent gewichtet und die Inhaltsstoffe mit 30 Prozent. Fällt ein Helm im Test der Schutzfunktionen nach Klasse B mit "ungenügend" durch, hält also den Minimalkriterien für Halbschalenhelme nicht stand, kann auch das Gesamturteil nicht besser sein.

So haben wir getestet

Aufprallschutz Alle Helme (hier Head Avril, black) mussten im Praxistest ihre Stoßdämpfungsqualitäten beweisen.

So haben wir getestet

Berührungsangst! Eim Test der Durchdringungsfestigkeit darf die Spitze des Stahlkörpers den Prüfkopf nicht berühren.

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